Acta Pacis Westphalicae III C 3,2 : Diarium Wartenberg, 2. Teil: 1647 - 1648 / Joachim Foerster
1648 XI 12

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1648 XI 12
Donnerstag Mitteilung der Ksl.: Heutige Konferenz in der
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Osnabrücker Kapitulationssache, an der auf Wunsch der Schweden auch
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die beiderseits interessierten Stiftsstände teilnehmen sollen. W: Wider-
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spricht der Teilnahme von Ritterschaft und Stadt Osnabrück. – Beratung
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mit den Osnabrücker Räten und Deputierten; sie sollen an der Konferenz
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nur teilnehmen, wenn Ritterschaft und Stadt ausgeschlossen bleiben.

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Erklärung Ws gegenüber Schorlemer (Minden): Wenn er auch das Stift ver-
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liert
, konde man doch ihro das geistliche et curam animarum nicht nehmen,

[p. 1188] [scan. 528]


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und wolten dahero I. H. G. mente et animo, solang sie lebten, ihr haubt und
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bischoff verpleiben und der catholischen sich annehmen, was nur immer
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müglich were. Hat zur Wahrung seiner Rechte und der Rechte des Kapitels
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bei den Ksl. und Mainzern Proteste eingegeben und entsprechende recogni-
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tionsschein erhalten

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Vgl. oben [ S. 1164 ] .
. – [...]

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Bericht der Osnabrücker Deputierten

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Verweis auf Sonderprotokoll.
: Zuerst haben Ksl. und Schweden
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allein verhandelt, dann wurden sie zugezogen, nach ihnen die Lüneburger.
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Diese haben, wie die Ksl. anschließend mitteilten, eine Designation des
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Religionsstandes von 1624 übergeben

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Anlage (Lüneburger Designation des Religionsstandes im Stift Osnabrück): fehlt.
. Von Stadt und Ritterschaft war nie-
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mand erschienen.

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