Acta Pacis Westphalicae III C 3,2 : Diarium Wartenberg, 2. Teil: 1647 - 1648 / Joachim Foerster
1647 IV 2

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1647 IV 2
Dienstag Reise Ws nach Everburg. – Bericht Buschmanns:
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Lamberg heute eingetroffen, Klagen der Ksl. über den Ulmer Vertrag, an
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dessen Ratifikation nicht mehr zu zweifeln sei. Unwillen Trauttmansdorffs

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über Ws Anklagen in Münster

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In der Sitzung der katholischen Stände 1647 III 31.
, Ankündigung einer schriftlichen Recht-
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fertigung
; die Württenbergische clöster hette er nicht erst hinwegk geben,
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sondern hetten selbige zu Regenspurg Churcölln, Churbayern und andere,
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wie es in protocollis zue finden, den Württenbergischen schon überlaßen

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Über die führende Rolle der von Köln unterstützten Bayern bei Durchsetzung der
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Generalamnestie auf dem Regensburger Reichstag 1640/41 vgl. K. Bierther S. 145ff,
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Preisgabe der württembergischen Klöster ebd. S. 175ff.
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Hic tantum agi de executione istius conclusi, und were hierinne etwas
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gesündiget, so hetten es die zu verandtwortten, welche zue Regenspurg den
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schluß mitt ihren votis machen helffen. Der Kayser were itzo von mennig-
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lichen verlaßen und soll bey nit ersehender assistenz gegen dasjenige, waß
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zue Regenspurg eingewilliget, sich itzo opponiren. Die stiffter gebte er
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seinestheilß noch der Kayser auch nicht hinwegk, wan nur andere weren,
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die es mitt woltten verfechten und verthettigen helffen, cum pluralitate
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votorum were den sachen bey itzo der feyndtlichen wapffen zustand nicht
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so viell alß mitt einer rechtschaffenen gegenwehr geholffen. Denen Ihre
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Kayserliche Maiestet die reichswapffen anvertrawet, woltten sie itzo
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verlaßen, waß sie dan allein thuen köntten? W: Will morgen mit
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Trauttmansdorff selbst reden. Inzwischen soll Buschmann ihm dieße böße
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impressiones zu benehmmen suchen und ihm versichern, daß von Ratifi-
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kation
des Ulmer Vertrages noch keine Nachricht vorliege.

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