Acta Pacis Westphalicae III C 2,2 : Diarium Volmar, 2. Teil: 1647-1649 / Joachim Foerster und Roswitha Philippe
1649 III 3
1649 III 3
Mittwoch Mitwochs, 3. huius, ante meridiem haben wir unß
sambtlich zu dem Bruin verfüegt und dises verlauffs relation gethan. Re-
spondit : 1. Er köndt unß wol versichern, daß er in diser sach kein special-
resolution von seinem könig, es hette auch per ordinem rerum nit sein kön-
den , dan weil der Kayser seinen könig umb solche restitution requirirt, so
müeßte also auch die resolution immediate an Kayserliche Maiestät folgen
und daselbsther auff unß erwarttet werden. 2. Er hielte auch gantzlich dafür,
derjenig Kayserliche currier, wölcher von denn Franzosen 8 gantzer tag zu
Pariß auffgehalten worden und nunmehr vor wenig tagen zu Wien ange-
langt , wurde in disem die execution deß Teutschen fridens betreffenden
geschäfft alle volkommene resolution an conte Lumiares
eingebracht ha-
ben , wie er dessen von conte Peneranda etwas nachricht, aber ohne die
specialia hette. 3. Sein könig wer allzeit genaigt gewesen, die in der Untern
Pfaltz eingenomne ortt pacis caussa gratis abzetretten, wann ime auch der
fructus pacis were gegöndt worden, weil es aber nit geschehen, so verhoffte
er, weil allen andern sub titulo expensarum belli ein recompens beschehen,
man werde es auch gegen ime nit unbillich finden, wan er disen platz restitu-
irn thet. 4. Er seye aber dise restitution niemandt anderm als dem pfaltz-
grafen selbst oder seinem gwalthabern, und zwar alsdann erst ze thuen schul-
dig , wan derselb von Kayserlicher Maiestät ad possessionem der Untern
Pfaltz admittirt. 5. Er, herr pfaltzgraf, sei Ihr Königlicher Maiestät intention
durch den Spanischen gsandten don Cardenas zu Londen schon versichert.
6. Weder die Schweden noch die Franzosen hetten ursach, derentwegen den
punctum euacuationis et exauctorationis zu verzögern, sondern sie weren
vigore instrumenti darzu verbunden, und wan sie es nit theten, so wer es con-
trauentio pacis.
sambtlich zu dem Bruin verfüegt und dises verlauffs relation gethan. Re-
spondit : 1. Er köndt unß wol versichern, daß er in diser sach kein special-
resolution von seinem könig, es hette auch per ordinem rerum nit sein kön-
den , dan weil der Kayser seinen könig umb solche restitution requirirt, so
müeßte also auch die resolution immediate an Kayserliche Maiestät folgen
und daselbsther auff unß erwarttet werden. 2. Er hielte auch gantzlich dafür,
derjenig Kayserliche currier, wölcher von denn Franzosen 8 gantzer tag zu
Pariß auffgehalten worden und nunmehr vor wenig tagen zu Wien ange-
langt , wurde in disem die execution deß Teutschen fridens betreffenden
geschäfft alle volkommene resolution an conte Lumiares
ben , wie er dessen von conte Peneranda etwas nachricht, aber ohne die
specialia hette. 3. Sein könig wer allzeit genaigt gewesen, die in der Untern
Pfaltz eingenomne ortt pacis caussa gratis abzetretten, wann ime auch der
fructus pacis were gegöndt worden, weil es aber nit geschehen, so verhoffte
er, weil allen andern sub titulo expensarum belli ein recompens beschehen,
man werde es auch gegen ime nit unbillich finden, wan er disen platz restitu-
irn thet. 4. Er seye aber dise restitution niemandt anderm als dem pfaltz-
grafen selbst oder seinem gwalthabern, und zwar alsdann erst ze thuen schul-
dig , wan derselb von Kayserlicher Maiestät ad possessionem der Untern
Pfaltz admittirt. 5. Er, herr pfaltzgraf, sei Ihr Königlicher Maiestät intention
durch den Spanischen gsandten don Cardenas zu Londen schon versichert.
6. Weder die Schweden noch die Franzosen hetten ursach, derentwegen den
punctum euacuationis et exauctorationis zu verzögern, sondern sie weren
vigore instrumenti darzu verbunden, und wan sie es nit theten, so wer es con-
trauentio pacis.