<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:session="http://apache.org/cocoon/session/1.0" type="text" corresp="#bsb00057098_00888">
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0888l6" xml:id="bsb00057098_00888_006" n="6"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Herr Director</hi> proponirt: Es habe das Churmaintzische directorium ihme <lb facs="APWIIIA6_p0888l7" xml:id="bsb00057098_00888_007" n="7"/>angedeuttet, daß davon zu reden sein werde, 1. weßen man sich auff der <lb facs="APWIIIA6_p0888l8" xml:id="bsb00057098_00888_008" n="8"/>herren Kayserlichen außgestelte replic an seiten der stände resolviren und 2. <lb facs="APWIIIA6_p0888l9" xml:id="bsb00057098_00888_009" n="9"/>was bey der gesuchten Churcölnischen moderation zu thun sein wolle. Ob <lb facs="APWIIIA6_p0888l10" xml:id="bsb00057098_00888_010" n="10"/>man nun wohl gegen herrn Volmarn desjenigen, was beyder puncten <lb facs="APWIIIA6_p0888l11" xml:id="bsb00057098_00888_011" n="11"/>halben in neulichkeit eventualiter geschloßen worden, gedacht, habe er <w lemma="jedoch"><orig>je-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0888l12" xml:id="bsb00057098_00888_012" n="12"/><orig>doch</orig></w> dagegen vermeldet, sie, die herren Kayserlichen, köndten diese sach <lb facs="APWIIIA6_p0888l13" xml:id="bsb00057098_00888_013" n="13"/>auff keinen reichstag verweisen laßen, wolten auch das instrumentum pacis <lb facs="APWIIIA6_p0888l14" xml:id="bsb00057098_00888_014" n="14"/>anderer gestalt nicht, als sofern die stände das zu Ihrer Majestät <w lemma="milizsatisfaction"><orig>milizsatis-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0888l15" xml:id="bsb00057098_00888_015" n="15"/><orig>faction</orig></w> begehrte quantum einwilligen und Churcöln in seinem begehren, daß <lb facs="APWIIIA6_p0888l16" xml:id="bsb00057098_00888_016" n="16"/>man ihme nemblich den halben theil von denen, zur Heßischen satisfaction <lb facs="APWIIIA6_p0888l17" xml:id="bsb00057098_00888_017" n="17"/>zu geben, verglichenen 600 000 reichsthaler abnemen und übrigen ständen <lb facs="APWIIIA6_p0888l18" xml:id="bsb00057098_00888_018" n="18"/>zuelegen möchte, contentirt sein werde, subscribiren und underschreiben. <lb facs="APWIIIA6_p0888l19" xml:id="bsb00057098_00888_019" n="19"/>Wolle demnach, was bey dem werckh zu thun, vernemen und umb <w lemma="eröffnung"><orig>eröff</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0888l20" xml:id="bsb00057098_00888_020" n="20"/><orig>nung</orig></w> der herren gesandten gedanckhen gebetten haben.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0888l21" xml:id="bsb00057098_00888_021" n="21"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Lübeck.</hi> Er wüßte seines theils nicht, wie dem werckh näher zu kommen <lb facs="APWIIIA6_p0888l22" xml:id="bsb00057098_00888_022" n="22"/>sein möchte, alß wann man es bey vorigen in quaestione quis et cui <w lemma="außgefallenen"><orig>außge</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0888l23" xml:id="bsb00057098_00888_023" n="23"/><orig>fallenen</orig></w> conclusis bewenden ließe. Stelle aber doch zum nachdenckhen, ob <lb facs="APWIIIA6_p0888l24" xml:id="bsb00057098_00888_024" n="24"/>wegen Churcöln vorzuschlagen, daß Ihrer Churfürstlichen Durchlaucht zu <lb facs="APWIIIA6_p0888l25" xml:id="bsb00057098_00888_025" n="25"/>beßerer auffbringung ihres contingents an statt parer bezahlung entweder <lb facs="APWIIIA6_p0888l26" xml:id="bsb00057098_00888_026" n="26"/>deßto mehr in assignation, dahin gestriges tages der herren Kayserlichen <lb facs="APWIIIA6_p0888l27" xml:id="bsb00057098_00888_027" n="27"/>erclärung etlicher maßen geziehlet, zu bringen oder der reichsritterschafft <lb facs="APWIIIA6_p0888l28" xml:id="bsb00057098_00888_028" n="28"/>quota, wiewohln ihme, was dieselbe außtragen möchte, nicht wißendt seye, <lb facs="APWIIIA6_p0888l29" xml:id="bsb00057098_00888_029" n="29"/>zu überlaßen were; die last aber ihme völlig ab und den ständen <w lemma="auffzubürden"><orig>auffzubür</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0888l30" xml:id="bsb00057098_00888_030" n="30"/><orig>den</orig></w>, seye eine ohnmögliche sach; und wann der churfürst zu Cöln ja <w lemma="vermeine"><orig>ver-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0888l31" xml:id="bsb00057098_00888_031" n="31"/><orig>meine</orig></w>, daß er dem reich etwas zu dienste oder besten gethan, möge er bey <lb facs="APWIIIA6_p0888l32" xml:id="bsb00057098_00888_032" n="32"/>denenselben, denen er was guthes gethan, satisfaction oder beyhülff suchen <lb facs="APWIIIA6_p0888l33" xml:id="bsb00057098_00888_033" n="33"/>und begehren.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0888l34" xml:id="bsb00057098_00888_034" n="34"/>Ad 2. <choice><sic>Wolte</sic><corr resp="#editor">Wolle</corr></choice> zwar, etwas zu verwilligen, sehr schwär fallen; jedoch weiln die <lb facs="APWIIIA6_p0888l35" xml:id="bsb00057098_00888_035" n="35"/>herren Kayserlichen selbsten einen termin vorschlagen, köndte endtlichen <lb facs="APWIIIA6_p0888l36" xml:id="bsb00057098_00888_036" n="36"/>die quaestio an, weiln man der herren Kayserlichen hülff bey diesen tractaten <lb facs="APWIIIA6_p0888l37" xml:id="bsb00057098_00888_037" n="37"/>zimblich genoßen habe, mitt den majoribus affirmative resolvirt, das <w lemma="begehrte"><orig>be-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0888l38" xml:id="bsb00057098_00888_038" n="38"/><orig>gehrte</orig></w> quantum aber auff nechstkünfftigen reichstag, und was alßdann des <lb facs="APWIIIA6_p0888l39" xml:id="bsb00057098_00888_039" n="39"/>reichs zustandt mit sich bringen möchte, verwiesen werden.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0888l40" xml:id="bsb00057098_00888_040" n="40"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Regensburg.</hi> Gleich wie er auff das erste gantz nicht instruirt seye, alß wiße <lb facs="APWIIIA6_p0888l41" xml:id="bsb00057098_00888_041" n="41"/>er auch nicht, was darzu zu sagen, sondern halte dafür, daß vorige in <w lemma="quaestione"><orig>quae-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0888l42" xml:id="bsb00057098_00888_042" n="42"/><orig>stione</orig></w> quis diß orths gefaßte meinungen hiehero zu repetiren und dahin, was <lb facs="APWIIIA6_p0888l43" xml:id="bsb00057098_00888_043" n="43"/>die höhere thun möchten, zu stellen seye. Ad 2. seye es damit also beschaffen,<pb n="817" facs="APWIIIA6_p0889" sameAs="#bsb00057098_00889"/><lb facs="APWIIIA6_p0889l1" xml:id="bsb00057098_00889_001" n="1"/>daß mitt denen von den herren Kayserlichen begehrten 100 Römermonaten <lb facs="APWIIIA6_p0889l2" xml:id="bsb00057098_00889_002" n="2"/>auffzukommen, den ständen ohnmöglich fallen würde. Wolten aber die <lb facs="APWIIIA6_p0889l3" xml:id="bsb00057098_00889_003" n="3"/>höhere sich etwas näher erclären, were es ad referendum dies orths <w lemma="anzunemen"><orig>anzu-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0889l4" xml:id="bsb00057098_00889_004" n="4"/><orig>nemen</orig></w> und anzudeuten, daß man zwar stättischen theils bey der quaestione <lb facs="APWIIIA6_p0889l5" xml:id="bsb00057098_00889_005" n="5"/>an von den majoribus sich nicht separiren wolle, ob defectum mandati aber <lb facs="APWIIIA6_p0889l6" xml:id="bsb00057098_00889_006" n="6"/>auff kein gewißes quantum außlaßen könne.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0889l7" xml:id="bsb00057098_00889_007" n="7"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Kolmar.</hi> Was 1. der herren Kayserlichen anforderung betreffe, finde er, <lb facs="APWIIIA6_p0889l8" xml:id="bsb00057098_00889_008" n="8"/>auch gar ad quaestionem an sich affirmative außzulaßen, bey seinen herren <lb facs="APWIIIA6_p0889l9" xml:id="bsb00057098_00889_009" n="9"/>nicht zu verantworten, sondern wolle es ad referendum nemen und dafür <lb facs="APWIIIA6_p0889l10" xml:id="bsb00057098_00889_010" n="10"/>halten, man solle sich an seiten der stätt mit dem defectu mandati <w lemma="entschuldigen"><orig>entschul-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0889l11" xml:id="bsb00057098_00889_011" n="11"/><orig>digen</orig></w> und die androhende underlaßung der subscription sich nicht <w lemma="schrekkhen"><orig>schrek-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0889l12" xml:id="bsb00057098_00889_012" n="12"/><orig>khen</orig></w> laßen. Bey dem 2. die Churcölnische praetension anlangendt, laße er es <lb facs="APWIIIA6_p0889l13" xml:id="bsb00057098_00889_013" n="13"/>bey vorigen conclusis, die er hiehero repetirt haben wolle, allerdings <w lemma="bewenden"><orig>be-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0889l14" xml:id="bsb00057098_00889_014" n="14"/><orig>wenden</orig></w>.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0889l15" xml:id="bsb00057098_00889_015" n="15"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Nürnberg.</hi> Er widerhohle zwar seines theils, daß er weder ratione Churcöln <lb facs="APWIIIA6_p0889l16" xml:id="bsb00057098_00889_016" n="16"/>noch der herren Kayserlichen satisfaction von seinen herren und oberen <lb facs="APWIIIA6_p0889l17" xml:id="bsb00057098_00889_017" n="17"/>instruirt und befelcht seye, ebenmäßig hieher. Solte aber dem werckh je etwas <lb facs="APWIIIA6_p0889l18" xml:id="bsb00057098_00889_018" n="18"/>näher gegangen werden, köndte es anderer gestalt nicht, als sub spe rati <lb facs="APWIIIA6_p0889l19" xml:id="bsb00057098_00889_019" n="19"/>geschehen. Sonsten touchiren die Cölnische rationes nicht das stifft allein, <lb facs="APWIIIA6_p0889l20" xml:id="bsb00057098_00889_020" n="20"/>sondern auch die obere craise, welche Frantzösische, Schwedische und <w lemma="Bayerische"><orig>Bay-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0889l21" xml:id="bsb00057098_00889_021" n="21"/><orig>erische</orig></w> einquartirungen, contributiones und andere exactiones übertragen <lb facs="APWIIIA6_p0889l22" xml:id="bsb00057098_00889_022" n="22"/>müßen, die gegen des stiffts Cöln beschwärden darum viel schwärer zu <lb facs="APWIIIA6_p0889l23" xml:id="bsb00057098_00889_023" n="23"/>rechnen, weil diese undere lande ihre handlung und veldtbau noch immer <lb facs="APWIIIA6_p0889l24" xml:id="bsb00057098_00889_024" n="24"/>forttreiben können, hingegen die oberen craise den krieg 10 oder 20 jahr <lb facs="APWIIIA6_p0889l25" xml:id="bsb00057098_00889_025" n="25"/>continuirlich auff dem halß gehabt haben. Zu dem seye bey den stätten von <lb facs="APWIIIA6_p0889l26" xml:id="bsb00057098_00889_026" n="26"/>des churfürsten in Cöln kriegsexpeditionen nichts vorgebracht oder <w lemma="verhandelt"><orig>verhan-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0889l27" xml:id="bsb00057098_00889_027" n="27"/><orig>delt</orig></w>, sondern das werckh nur am Bayerischen hof tractirt und angesponnen <lb facs="APWIIIA6_p0889l28" xml:id="bsb00057098_00889_028" n="28"/>worden und also ihnen, einigen entgelt deßwegen zu haben, nicht <w lemma="zuzumuthen"><orig>zuzu-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0889l29" xml:id="bsb00057098_00889_029" n="29"/><orig>muthen</orig></w>. Endlichen auch causa petendi, welche aus anderen principiis <w lemma="herrühre"><orig>her</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0889l30" xml:id="bsb00057098_00889_030" n="30"/><orig>rühre</orig></w>, zu consideriren, weil die frau landtgrävin zu Heßen Caßel, nachdem <lb facs="APWIIIA6_p0889l31" xml:id="bsb00057098_00889_031" n="31"/>sie anfänglich von Churcöln lacessirt und ihre landt mit rauben und brennen <lb facs="APWIIIA6_p0889l32" xml:id="bsb00057098_00889_032" n="32"/>feindtlich angefallen worden, daran, daß sie sich des schadens bey ihme <lb facs="APWIIIA6_p0889l33" xml:id="bsb00057098_00889_033" n="33"/>erhohlen wolle, nicht übel, sondern vielmehr wohl thue. Gesambte stände <lb facs="APWIIIA6_p0889l34" xml:id="bsb00057098_00889_034" n="34"/>aber deßelben, was Cöln gegen Heßen gethan, nicht entgelten können, <w lemma="sondern"><orig>son-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0889l35" xml:id="bsb00057098_00889_035" n="35"/><orig>dern</orig></w> mögen dieselbe, denen zu guth er seine völckher gehalten, ihme <w lemma="widerum"><orig>wider-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0889l36" xml:id="bsb00057098_00889_036" n="36"/><orig>um</orig></w> under die arm greiffen. Stelle es aber nochmahlen dahin, wann höhere <lb facs="APWIIIA6_p0889l37" xml:id="bsb00057098_00889_037" n="37"/>sich auff etwas gewißes einlaßen solten, ob man sich dies orths mit ihnen <w lemma="vergleichen"><orig>ver-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0889l38" xml:id="bsb00057098_00889_038" n="38"/><orig>gleichen</orig></w>, daßelbe sub spe rati annemen und entweder zu dem ersten termin <lb facs="APWIIIA6_p0889l39" xml:id="bsb00057098_00889_039" n="39"/>einen particul von der reichsritterschafft beyhülff überlaßen oder einen und <lb facs="APWIIIA6_p0889l40" xml:id="bsb00057098_00889_040" n="40"/>zum höchsten zween Römermonat versprechen wolle.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0889l41" xml:id="bsb00057098_00889_041" n="41"/>Ad 2. sehe er nicht, wie man sich darauff einlaßen könne, zumahln er von <lb facs="APWIIIA6_p0889l42" xml:id="bsb00057098_00889_042" n="42"/>seinen herren und oberen keinen befelch und nicht verhofft hette, daß Ihre <lb facs="APWIIIA6_p0889l43" xml:id="bsb00057098_00889_043" n="43"/>Kayserliche Majestät gleich dem feindt etwas fordern werden, in <w lemma="betrachtung"><orig>betrach-</orig><pb n="818" facs="APWIIIA6_p0890" sameAs="#bsb00057098_00890"/><lb facs="APWIIIA6_p0890l1" xml:id="bsb00057098_00890_001" n="1"/><orig>tung</orig></w>, daß dieselbe bereits vorhin das alterum tantum von den ständen <w lemma="heraußgepreßt"><orig>her</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0890l2" xml:id="bsb00057098_00890_002" n="2"/><orig>außgepreßt</orig></w> haben. Wann man aber je etwas zu geben verwilligen solte, were <lb facs="APWIIIA6_p0890l3" xml:id="bsb00057098_00890_003" n="3"/>zu consideriren, daß die herren Kayserlichen nicht allein hiebevor selbsten <lb facs="APWIIIA6_p0890l4" xml:id="bsb00057098_00890_004" n="4"/>dafür gehalten, es wolle sich in quaestione an nichts affirmative schließen <lb facs="APWIIIA6_p0890l5" xml:id="bsb00057098_00890_005" n="5"/>laßen, sondern auch gesagt, man hette mit den 5 millionen reichsthalern alle <lb facs="APWIIIA6_p0890l6" xml:id="bsb00057098_00890_006" n="6"/>armeen bezahlen können und seye genug, wann sie 2 millionen reichsthaler <lb facs="APWIIIA6_p0890l7" xml:id="bsb00057098_00890_007" n="7"/>haben; und dahero auch erinnerlich anzuhenckhen, daß sich Ihre Majestät, <lb facs="APWIIIA6_p0890l8" xml:id="bsb00057098_00890_008" n="8"/>weiln sie bereits anticipando ein namhafftes empfangen, daßelbe <w lemma="einzurechnen"><orig>einzurech-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0890l9" xml:id="bsb00057098_00890_009" n="9"/><orig>nen</orig></w> und hernach zu defalciren, disponiren laßen wolten. Wann die höhere <lb facs="APWIIIA6_p0890l10" xml:id="bsb00057098_00890_010" n="10"/>quaestionem an affirmative resolviren, hetten die stätt sich zwar davon nicht <lb facs="APWIIIA6_p0890l11" xml:id="bsb00057098_00890_011" n="11"/>zu entbrechen, gleichwohl aber alles sub spe rati zu übernemen.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0890l12" xml:id="bsb00057098_00890_012" n="12"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Dortmund.</hi> Ad 1. Gleich wie in der vorsitzenden herren abgesandten votis, <lb facs="APWIIIA6_p0890l13" xml:id="bsb00057098_00890_013" n="13"/>warum man sich auff quaestionem an affirmative nicht außlaßen solle, <w lemma="genugsam"><orig>ge-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0890l14" xml:id="bsb00057098_00890_014" n="14"/><orig>nugsam</orig></w> außgeführt, also werde das jenige, was in quaestione quis et cui <lb facs="APWIIIA6_p0890l15" xml:id="bsb00057098_00890_015" n="15"/>vorhin geschloßen, seines erachtens fleißig zu beobachten sein.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0890l16" xml:id="bsb00057098_00890_016" n="16"/>Ad 2. Dieweiln gewiß, daß die Cölnischen, biß sie etwas erhalten, caelum et <lb facs="APWIIIA6_p0890l17" xml:id="bsb00057098_00890_017" n="17"/>terram moviren werden, alß hielte er dafür, wann zu accelerirung des <w lemma="fridenswerckhs"><orig>fri-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0890l18" xml:id="bsb00057098_00890_018" n="18"/><orig>denswerckhs</orig></w> der sachen, des Lübeckhischen vorschlag nach, mit überlaßung <lb facs="APWIIIA6_p0890l19" xml:id="bsb00057098_00890_019" n="19"/>der reichsritterschafft contingents, oder, nach des herrn Nürnbergischen <w lemma="erinnerung"><orig>er-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0890l20" xml:id="bsb00057098_00890_020" n="20"/><orig>innerung</orig></w>, mit 1 oder 2 monaten geholffen werden köndte, daß diese zwey <lb facs="APWIIIA6_p0890l21" xml:id="bsb00057098_00890_021" n="21"/>mittel zu befürderung der abdanckhung zu practiciren weren.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0890l22" xml:id="bsb00057098_00890_022" n="22"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Lindau.</hi> Ad 1. Were zwar Churcöln begehrte moderation wohl zu gönnen, <lb facs="APWIIIA6_p0890l23" xml:id="bsb00057098_00890_023" n="23"/>weiln aber dardurch anderen und sonderlich denen mit guarnisonen belegten <lb facs="APWIIIA6_p0890l24" xml:id="bsb00057098_00890_024" n="24"/>stätten ein größeres onus auffwachsen würde, alß seye prioribus conclusis <lb facs="APWIIIA6_p0890l25" xml:id="bsb00057098_00890_025" n="25"/>beständig zu inhaeriren und wegen der reichsritterschafft vorgeschlagener <lb facs="APWIIIA6_p0890l26" xml:id="bsb00057098_00890_026" n="26"/>anweisung, zumahln sie wenig außtragen und zu anderen auß lagen beßer <w lemma="zustatten"><orig>zu-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0890l27" xml:id="bsb00057098_00890_027" n="27"/><orig>statten</orig></w> kommen würde, seines erachtens anzustehen.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0890l28" xml:id="bsb00057098_00890_028" n="28"/>Ad 2. Weiln bereits genug, daß von vorigen meinungen abzuweichen kein <lb facs="APWIIIA6_p0890l29" xml:id="bsb00057098_00890_029" n="29"/>ursach vorhanden seye, geredet worden, alß wolle er sich auch an seinem <lb facs="APWIIIA6_p0890l30" xml:id="bsb00057098_00890_030" n="30"/>orth darauff bezogen und mit den majoribus verglichen haben.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0890l31" xml:id="bsb00057098_00890_031" n="31"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Bremen.</hi> Er wolle sich bey diesen sachen, zumahln davon nach nothdurfft <lb facs="APWIIIA6_p0890l32" xml:id="bsb00057098_00890_032" n="32"/>bereits geredet worden, nicht lang auffhalten, sondern zuvorderst des herrn <lb facs="APWIIIA6_p0890l33" xml:id="bsb00057098_00890_033" n="33"/>Nürnbergischen rationes hiehero repetiren und, daß ratione beeder puncten <lb facs="APWIIIA6_p0890l34" xml:id="bsb00057098_00890_034" n="34"/>bey vorigen conclusis zu verbleiben, jedoch aber, wann höhere weiter gehen <lb facs="APWIIIA6_p0890l35" xml:id="bsb00057098_00890_035" n="35"/>solten, mit denselben sich zu vergleichen were, ebenmäßig dafür halten.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0890l36" xml:id="bsb00057098_00890_036" n="36"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Herr Director.</hi> Es seye eine stachlechte frag, was ad 1. wegen der <w lemma="Churcölnischen"><orig>Churcöl</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0890l37" xml:id="bsb00057098_00890_037" n="37"/><orig>nischen</orig></w> praetension zu thun. Angeführte rationes aber leichtlich zu <w lemma="beantworten"><orig>beant-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0890l38" xml:id="bsb00057098_00890_038" n="38"/><orig>worten</orig></w>, dann soviel justitiam causae belange, erfordere zwar dieselbe, daß <lb facs="APWIIIA6_p0890l39" xml:id="bsb00057098_00890_039" n="39"/>Ihre Churfürstliche Durchlaucht zu Cöln nicht härter als andere beschwäret <lb facs="APWIIIA6_p0890l40" xml:id="bsb00057098_00890_040" n="40"/>werden; es seye aber, was mit Heßen Caßel vorgegangen, ein particular <lb facs="APWIIIA6_p0890l41" xml:id="bsb00057098_00890_041" n="41"/>werckh. Die vorschützende impossibilitet 2. betreffend, seye es darum, weiln <lb facs="APWIIIA6_p0890l42" xml:id="bsb00057098_00890_042" n="42"/>sie den Heßischen monatlich 16 000 reichsthaler aus dem stifft Cöln und<pb n="819" facs="APWIIIA6_p0891" sameAs="#bsb00057098_00891"/><lb facs="APWIIIA6_p0891l1" xml:id="bsb00057098_00891_001" n="1"/>Münster geben müßen, nicht so gar ein ohnmögliches werckh. Daß der <lb facs="APWIIIA6_p0891l2" xml:id="bsb00057098_00891_002" n="2"/>churfürst 3. das gantze fridensgeschäfft deßwegen auffhalten werde, könne <lb facs="APWIIIA6_p0891l3" xml:id="bsb00057098_00891_003" n="3"/>er nicht, sondern vielmehr, daß er daßelbe, zum ende zu bringen, trachten <lb facs="APWIIIA6_p0891l4" xml:id="bsb00057098_00891_004" n="4"/>werde, vermuthen, obwohln nicht ohn, daß die Spanischen den churfürsten <lb facs="APWIIIA6_p0891l5" xml:id="bsb00057098_00891_005" n="5"/>gewaltig steiffen und sagen, er solle sich nicht härter als andere belegen <lb facs="APWIIIA6_p0891l6" xml:id="bsb00057098_00891_006" n="6"/>laßen, sondern lieber auff ihre seitten tretten. Weiln man aber in neulichkeit <lb facs="APWIIIA6_p0891l7" xml:id="bsb00057098_00891_007" n="7"/>gehöret, daß die höhere quaestionem an affirmative resolviret, alß stehe <lb facs="APWIIIA6_p0891l8" xml:id="bsb00057098_00891_008" n="8"/>dahin, wann es bey deme, worauff die höhere gehen, verbleiben solte, was <lb facs="APWIIIA6_p0891l9" xml:id="bsb00057098_00891_009" n="9"/>man stättischen theils thun wolle. In betrachtung, daß sich der wenigere theil <lb facs="APWIIIA6_p0891l10" xml:id="bsb00057098_00891_010" n="10"/>zur stell und niemandt dahin instruirt befinde, der andere laßt zimlich und <lb facs="APWIIIA6_p0891l11" xml:id="bsb00057098_00891_011" n="11"/>zwar so groß seye, daß deßwegen tägliche querelen und lamentationes <w lemma="einkommen"><orig>ein-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0891l12" xml:id="bsb00057098_00891_012" n="12"/><orig>kommen</orig></w>, dasjenige, was man bey Churcöln zu evitiren vermeine, anderen <lb facs="APWIIIA6_p0891l13" xml:id="bsb00057098_00891_013" n="13"/>allererst zu hauß kommen dörffte, die meisten stätt, sonderlich in den oberen <lb facs="APWIIIA6_p0891l14" xml:id="bsb00057098_00891_014" n="14"/>craißen also ruinirt, daß sie mit dem ersten contingent nicht werden <w lemma="auffkommen"><orig>auff-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0891l15" xml:id="bsb00057098_00891_015" n="15"/><orig>kommen</orig></w> können, und man dies orths, als der schwächere theil, anderen das <lb facs="APWIIIA6_p0891l16" xml:id="bsb00057098_00891_016" n="16"/>gelt aus dem seckhel nicht votiren könne. Seye also schwär, ein mittel, aus <lb facs="APWIIIA6_p0891l17" xml:id="bsb00057098_00891_017" n="17"/>diesem werckh zu kommen, zu erfinden, wohl aber zu besorgen, daß die <lb facs="APWIIIA6_p0891l18" xml:id="bsb00057098_00891_018" n="18"/>assignationes, weiln die Churcölnischen interessenten keine assignationes, <lb facs="APWIIIA6_p0891l19" xml:id="bsb00057098_00891_019" n="19"/>sondern erleichterung begehren, verlacht und, ihnen die reichsritterschafft <lb facs="APWIIIA6_p0891l20" xml:id="bsb00057098_00891_020" n="20"/>anzuweisen, sich darum nicht thun laßen werde, weiln dieselbe nicht von <lb facs="APWIIIA6_p0891l21" xml:id="bsb00057098_00891_021" n="21"/>dem reich collectirt, sondern von dem Kayser selbsten, wann er etwas von <lb facs="APWIIIA6_p0891l22" xml:id="bsb00057098_00891_022" n="22"/>ihr haben wolte, requiriret werde<note type="edd" subtype="commAnnot" place="foot" facs="APWIIIA6_p0891n1" xml:id="bsb00057098_00891_dok0168_n01"> <p><lb facs="APWIIIA6_p0891l42" xml:id="bsb00057098_00891_042" n="42"/><hi style="font-style:italic;">Gemeint ist das</hi> subsidium charitativum, <hi style="font-style:italic;">das die Reichsritter dem Kaiser entrichteten</hi> (H. H. <lb facs="APWIIIA6_p0891l43" xml:id="bsb00057098_00891_043" n="43"/><hi style="font-style:smallCaps;">Hofmann</hi> <hi style="font-style:italic;">S. 95–106</hi>).</p> </note> und man endtlich auch mit oblation 2 oder <lb facs="APWIIIA6_p0891l23" xml:id="bsb00057098_00891_023" n="23"/>3 monaten dies orths extra limites schreiten würde und defectum mandati <lb facs="APWIIIA6_p0891l24" xml:id="bsb00057098_00891_024" n="24"/>nicht mehr vorschützen köndte.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0891l25" xml:id="bsb00057098_00891_025" n="25"/>Ad 2. Seye beschwärlich, daß die herren Kayserlichen eine conditionem sine <lb facs="APWIIIA6_p0891l26" xml:id="bsb00057098_00891_026" n="26"/>qua non darauß machen wollen, bevorab, da die diversitas rationis vor augen <lb facs="APWIIIA6_p0891l27" xml:id="bsb00057098_00891_027" n="27"/>lige und ihnen selbsten dergestalt bekandt seye, daß sie selbsten vor eine <w lemma="ohnmöglichkeit"><orig>ohn</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0891l28" xml:id="bsb00057098_00891_028" n="28"/><orig>möglichkeit</orig></w>, ihnen soviel, als den herren Schwedischen versprochen <w lemma="worden"><orig>wor-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0891l29" xml:id="bsb00057098_00891_029" n="29"/><orig>den</orig></w>, zu bezahlen, gehalten haben. Und obgleich der termin weit <w lemma="hinausgesetzet"><orig>hinausge-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0891l30" xml:id="bsb00057098_00891_030" n="30"/><orig>setzet</orig></w> werden solte, dannoch ohngewiß seye, ob die zeiten und der zustandt <lb facs="APWIIIA6_p0891l31" xml:id="bsb00057098_00891_031" n="31"/>des reichs alßdann so beschaffen sein werde, daß man etwas werde geben <lb facs="APWIIIA6_p0891l32" xml:id="bsb00057098_00891_032" n="32"/>oder das Schwedische quantum völlig abtragen können. Welches alles <choice><sic>von</sic><corr resp="#editor"/></choice><lb facs="APWIIIA6_p0891l33" xml:id="bsb00057098_00891_033" n="33"/>den herren Kayserlichen, zumahln man sonsten auff diese weiß in die stände <lb facs="APWIIIA6_p0891l34" xml:id="bsb00057098_00891_034" n="34"/>beharrlich setzen köndte, beweglich zu remonstriren were, und könne für <lb facs="APWIIIA6_p0891l35" xml:id="bsb00057098_00891_035" n="35"/>dießmal anderst nicht bey der sachen gegangen werden, alß daß man <w lemma="selbige"><orig>sel-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0891l36" xml:id="bsb00057098_00891_036" n="36"/><orig>bige</orig></w> und zwar umb soviel mehr ad referendum neme, weiln es mit den <lb facs="APWIIIA6_p0891l37" xml:id="bsb00057098_00891_037" n="37"/>stätten eine solche beschaffenheit habe, daß man in dergleichen fällen nicht <lb facs="APWIIIA6_p0891l38" xml:id="bsb00057098_00891_038" n="38"/>praeceptive gehen könne, sondern auch mit den bürgern darauß reden <lb facs="APWIIIA6_p0891l39" xml:id="bsb00057098_00891_039" n="39"/>müße.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0891l40" xml:id="bsb00057098_00891_040" n="40"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Conclusum.</hi> Man <choice><sic>hett</sic><corr resp="#editor">hatt</corr></choice> nicht underlaßen, die abermahls zur consultation <w lemma="gestelte"><orig>ge-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0891l41" xml:id="bsb00057098_00891_041" n="41"/><orig>stelte</orig></w> beede fragen nach allen umbständen zu erwegen. Möchte auch Ihrer<pb n="820" facs="APWIIIA6_p0892" sameAs="#bsb00057098_00892"/><lb facs="APWIIIA6_p0892l1" xml:id="bsb00057098_00892_001" n="1"/>Churfürstlichen Durchlaucht zu Cöln und anderen interessenten ihre <w lemma="erleichterung"><orig>erleich-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l2" xml:id="bsb00057098_00892_002" n="2"/><orig>terung</orig></w> von hertzen gönnen, wann sie allein ohne beschwärung anderer und <lb facs="APWIIIA6_p0892l3" xml:id="bsb00057098_00892_003" n="3"/>sonderlich mitt einquartirungen, contributionen und anderen exactionen biß <lb facs="APWIIIA6_p0892l4" xml:id="bsb00057098_00892_004" n="4"/>auff den eußersten grath ersogener stände und auffenthalt des fridens <w lemma="geschehen"><orig>ge-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l5" xml:id="bsb00057098_00892_005" n="5"/><orig>schehen</orig></w> köndte. Demnach aber zu besorgen, es dörffte sich die abdanckhung <lb facs="APWIIIA6_p0892l6" xml:id="bsb00057098_00892_006" n="6"/>der Schwedischen völckher und evacuatio locorum alßdann erst steckhen, <lb facs="APWIIIA6_p0892l7" xml:id="bsb00057098_00892_007" n="7"/>wann man übrigen in den 7 craisen situirten ständen eine mehrere last <w lemma="auffbürden"><orig>auff</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l8" xml:id="bsb00057098_00892_008" n="8"/><orig>bürden</orig></w> wolte, da noch gantz ohngewiß, ob mitt dem verwilligten <w lemma="Schwedischen"><orig>Schwedi-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l9" xml:id="bsb00057098_00892_009" n="9"/><orig>schen</orig></w> quanto in primo solutionis termino auffzukommen sein werde, alß will <lb facs="APWIIIA6_p0892l10" xml:id="bsb00057098_00892_010" n="10"/>sich umb dieser und anderer jüngstangeführter trifftiger motiven willen das <lb facs="APWIIIA6_p0892l11" xml:id="bsb00057098_00892_011" n="11"/>medium moderationis dies orths nicht wohl erzeigen. Wann man aber dafür <lb facs="APWIIIA6_p0892l12" xml:id="bsb00057098_00892_012" n="12"/>halten wolte, daß dem werckh um etwas damitt zu helffen, wann 1. von dem <lb facs="APWIIIA6_p0892l13" xml:id="bsb00057098_00892_013" n="13"/>Churcölnischen contingent ein zimblicher theil auff assignationes, selbige <lb facs="APWIIIA6_p0892l14" xml:id="bsb00057098_00892_014" n="14"/>nach beeden letsteren terminen zu bezahlen, gestellet, 2. der ohnmittelbaren <lb facs="APWIIIA6_p0892l15" xml:id="bsb00057098_00892_015" n="15"/>reichsritterschafft quota Ihrer Churfürstlichen Durchlaucht in subsidium <lb facs="APWIIIA6_p0892l16" xml:id="bsb00057098_00892_016" n="16"/>überlaßen würde, begehrte man sich stättischen theils davon nicht zu <w lemma="separiren"><orig>sepa-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l17" xml:id="bsb00057098_00892_017" n="17"/><orig>riren</orig></w>. Köndte aber anderer gestalt ex defectu mandati keine obligationem <lb facs="APWIIIA6_p0892l18" xml:id="bsb00057098_00892_018" n="18"/>übernemen, sondern verhoffete, hierinnen bey menniglichen deßto mehr <lb facs="APWIIIA6_p0892l19" xml:id="bsb00057098_00892_019" n="19"/>entschuldiget zu sein, weiln der wenigere theil von stätten sich alhier <w lemma="befindet"><orig>be-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l20" xml:id="bsb00057098_00892_020" n="20"/><orig>findet</orig></w> und demselben nicht gebühren will, denen abwesenden eine <w lemma="ohnvermuthete"><orig>ohnver-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l21" xml:id="bsb00057098_00892_021" n="21"/><orig>muthete</orig></w> last ohne specialbefelch auffzuhälsen, vorab bey täglich <w lemma="einlangenden"><orig>einlangen-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l22" xml:id="bsb00057098_00892_022" n="22"/><orig>den</orig></w> lamentationen, querelen und solicitationen einer und der anderen statt <lb facs="APWIIIA6_p0892l23" xml:id="bsb00057098_00892_023" n="23"/>notdürfftige sublevationes an dem bereits verwilligten zu erlangen.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0892l24" xml:id="bsb00057098_00892_024" n="24"/>Welches neben anderen auch die ursach ist, warum man sich in quaestione <lb facs="APWIIIA6_p0892l25" xml:id="bsb00057098_00892_025" n="25"/>an, bey der anderen frag, das Kayserliche begehren anlangendt, affirmative <lb facs="APWIIIA6_p0892l26" xml:id="bsb00057098_00892_026" n="26"/>nicht resolviren kan, sondern vorigem concluso so lang inhaeriren muß, biß <lb facs="APWIIIA6_p0892l27" xml:id="bsb00057098_00892_027" n="27"/>es den principalen selbsten hinderbracht; nicht zweiffelndt, sie werden sich <lb facs="APWIIIA6_p0892l28" xml:id="bsb00057098_00892_028" n="28"/>auff vorgangene communication mitt ihren bürgerschafften in so weit <w lemma="conformiren"><orig>con-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l29" xml:id="bsb00057098_00892_029" n="29"/><orig>formiren</orig></w>, indeßen aber Ihre Kayserliche Majestät nicht gemeint sein, das <lb facs="APWIIIA6_p0892l30" xml:id="bsb00057098_00892_030" n="30"/>fridensgeschäfft deßwegen auffzuhalten, besonders weiln die herren <w lemma="Kayserlichen"><orig>Kayser-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l31" xml:id="bsb00057098_00892_031" n="31"/><orig>lichen</orig></w> plenipotentiarii hiebevor selbsten dafür gehalten, daß mit 5 millionen <lb facs="APWIIIA6_p0892l32" xml:id="bsb00057098_00892_032" n="32"/>reichsthalern alle armeen hetten contentiret werden können, Ihrer <w lemma="Kayserlichen"><orig>Kayser-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l33" xml:id="bsb00057098_00892_033" n="33"/><orig>lichen</orig></w> Majestät aber mit dem Österreichischen craiß und anderen <w lemma="angehörigen"><orig>angehö</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0892l34" xml:id="bsb00057098_00892_034" n="34"/><orig>rigen</orig></w><choice><sic/><corr resp="#editor"> königreichen</corr></choice> und provincen soviel schon überlaßen worden, daß der größere theil <lb facs="APWIIIA6_p0892l35" xml:id="bsb00057098_00892_035" n="35"/>von 2 millionen reichsthalern darauß wirdt zu erheben stehen<note type="edd" subtype="commAnnot" place="foot" facs="APWIIIA6_p0892n2" xml:id="bsb00057098_00892_dok0168_n02"> <p style="font-size:10pt; font-style:italic;"><lb facs="APWIIIA6_p0892l36" xml:id="bsb00057098_00892_036" n="36"/>Im Gegensatz zum Städterat waren die beiden anderen Kurien zum Nachgeben bereit; nach fast <lb facs="APWIIIA6_p0892l37" xml:id="bsb00057098_00892_037" n="37"/>fünfstündigen Beratungen gaben auch die Städte – mit Vorbehalten – nach (zu den Einzelheiten der <lb facs="APWIIIA6_p0892l38" xml:id="bsb00057098_00892_038" n="38"/>Vereinbarungen <ref type="http" target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10492278_00171.html"><hi style="font-style:smallCaps;">Meiern</hi> VI S. 115</ref>f.).</p> </note>.</p>
	    </div>