<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:session="http://apache.org/cocoon/session/1.0" type="text" corresp="#bsb00057098_00514">
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0514l20" xml:id="bsb00057098_00514_020" n="20"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Herr Director.</hi> Nachdem auff vorgestrigen tags von dem herrn <w lemma="Franckfortischen"><orig>Franck-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0514l21" xml:id="bsb00057098_00514_021" n="21"/><orig>fortischen</orig></w> und Lindauischen beschehenes anbringen und begehren für guth <lb facs="APWIIIA6_p0514l22" xml:id="bsb00057098_00514_022" n="22"/>angesehen worden, daß wegen der Augsburgischen kauffleuth zu Leipzig <lb facs="APWIIIA6_p0514l23" xml:id="bsb00057098_00514_023" n="23"/>angehaltener wahren ein bewegliches intercessionalschreiben an die königin <lb facs="APWIIIA6_p0514l24" xml:id="bsb00057098_00514_024" n="24"/>in Schweden abgefaßt werde, alß habe er zu solchem ende ein concept <w lemma="auffgesetzt"><orig>auff-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0514l25" xml:id="bsb00057098_00514_025" n="25"/><orig>gesetzt</orig></w> und werde nach abhörung deßelben zu der herren abgesandten <w lemma="belieben"><orig>belie-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0514l26" xml:id="bsb00057098_00514_026" n="26"/><orig>ben</orig></w> stehen, was sie dabey zu erinnern haben möchten, vor- und <w lemma="anzubringen"><orig>anzubrin-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0514l27" xml:id="bsb00057098_00514_027" n="27"/><orig>gen</orig></w>.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0514l28" xml:id="bsb00057098_00514_028" n="28"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Lübeck.</hi> Sagte dem herrn directori für die in auffsetzung des schreibens <lb facs="APWIIIA6_p0514l29" xml:id="bsb00057098_00514_029" n="29"/>übernommene mühewaltung freundlichen danck und stellte allein zum <w lemma="nachdencken"><orig>nach-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0514l30" xml:id="bsb00057098_00514_030" n="30"/><orig>dencken</orig></w>, ob man daßelbe in Teutscher sprach also abgehen oder in Latein <lb facs="APWIIIA6_p0514l31" xml:id="bsb00057098_00514_031" n="31"/>übersetzen laßen wolle. Könne es sonsten bey dem concept, so viel er in eyl <lb facs="APWIIIA6_p0514l32" xml:id="bsb00057098_00514_032" n="32"/>anmercken können, wohl bewenden laßen.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0514l33" xml:id="bsb00057098_00514_033" n="33"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Regensburg.</hi> Praemissa gratiarum actione wegen wohl abgefaßten <w lemma="schreibens"><orig>schrei-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0514l34" xml:id="bsb00057098_00514_034" n="34"/><orig>bens</orig></w>, sagt, er erinnere sich zwar, so viel die form anlange, daß auff dem zu <lb facs="APWIIIA6_p0514l35" xml:id="bsb00057098_00514_035" n="35"/>Regenspurg anno 1641 gehaltenem reichstag die frag, ob man an die cron<pb n="443" facs="APWIIIA6_p0515" sameAs="#bsb00057098_00515"/><lb facs="APWIIIA6_p0515l1" xml:id="bsb00057098_00515_001" n="1"/>Schweden Teutsch oder Lateinisch schreiben solle, auch vorkommen und <lb facs="APWIIIA6_p0515l2" xml:id="bsb00057098_00515_002" n="2"/>Lateinisch geschriben worden, aber auch wohl in Teutscher sprach <w lemma="dergleichen"><orig>derglei-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0515l3" xml:id="bsb00057098_00515_003" n="3"/><orig>chen</orig></w> geschehen seye. Und er also seines theils indifferent, ob man dises <lb facs="APWIIIA6_p0515l4" xml:id="bsb00057098_00515_004" n="4"/>intercessionalschreiben Teutsch oder Lateinisch abgehen laßen wolle. 2. <w lemma="Ingredientia"><orig>In-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0515l5" xml:id="bsb00057098_00515_005" n="5"/><orig>gredientia</orig></w> betreffend stehe er an, ob die von der evangelischen bürgerschafft <lb facs="APWIIIA6_p0515l6" xml:id="bsb00057098_00515_006" n="6"/>zu Augspurg angeführte rationes dem schreiben einzurücken seyen, weiln zu <lb facs="APWIIIA6_p0515l7" xml:id="bsb00057098_00515_007" n="7"/>besorgen, es dörffte solches den guthen leuthen mehr schaden alß nutzen <lb facs="APWIIIA6_p0515l8" xml:id="bsb00057098_00515_008" n="8"/>bringen, der churfürst in Bayern auch bald etwas captiren und auffangen. <lb facs="APWIIIA6_p0515l9" xml:id="bsb00057098_00515_009" n="9"/>Were also seines ohnvorgreifflichen ermeßens beßer, wann man in <w lemma="generalibus"><orig>generali-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0515l10" xml:id="bsb00057098_00515_010" n="10"/><orig>bus</orig></w> verblibe und bey dem werck sich wohl in acht nemen thete.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0515l11" xml:id="bsb00057098_00515_011" n="11"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Frankfurt</hi> bedanckt sich ebenmäßig gegen dem herrn directore für die <lb facs="APWIIIA6_p0515l12" xml:id="bsb00057098_00515_012" n="12"/>genommene mühe und halte an seinem orth am besten zu sein, daß es bey <lb facs="APWIIIA6_p0515l13" xml:id="bsb00057098_00515_013" n="13"/>dem Teutschen concept verbleibe. Wegen der rationum seye er zwar <w lemma="indifferent"><orig>indiffe-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0515l14" xml:id="bsb00057098_00515_014" n="14"/><orig>rent</orig></w>, vermeinte aber, daß selbige dem schreiben darumb, weiln sie bereits in <lb facs="APWIIIA6_p0515l15" xml:id="bsb00057098_00515_015" n="15"/>demselben, wie er wahrgenommen, guther maßen begriffen seyen, <w lemma="absonderlich"><orig>abson-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0515l16" xml:id="bsb00057098_00515_016" n="16"/><orig>derlich</orig></w> nicht beyzulegen weren, und es im übrigen dabey sein bewenden <lb facs="APWIIIA6_p0515l17" xml:id="bsb00057098_00515_017" n="17"/>haben köndte.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0515l18" xml:id="bsb00057098_00515_018" n="18"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Nürnberg</hi> repetita gratiarum actione, sagt: Er erinnere sich auch, daß seine <lb facs="APWIIIA6_p0515l19" xml:id="bsb00057098_00515_019" n="19"/>herren und oberen an die königliche majestät zu Schweden zu verschiedenen <lb facs="APWIIIA6_p0515l20" xml:id="bsb00057098_00515_020" n="20"/>mahlen in Teutscher sprach geschrieben haben, ihnen auch hinwiderumb <lb facs="APWIIIA6_p0515l21" xml:id="bsb00057098_00515_021" n="21"/>Teutsch geantworttet worden seye. Was die ingredientia des abgelesenen <lb facs="APWIIIA6_p0515l22" xml:id="bsb00057098_00515_022" n="22"/>schreibens betreffe, laße er selbige, alß wohl gefaßt, an seinen orth gestelt <lb facs="APWIIIA6_p0515l23" xml:id="bsb00057098_00515_023" n="23"/>sein. Stünde allein an, ob nicht das schreiben umb etwas mehrers contrahirt <lb facs="APWIIIA6_p0515l24" xml:id="bsb00057098_00515_024" n="24"/>werden köndte und ob die rationes, weiln man etwan dadurch der <w lemma="evangelischen"><orig>evangeli-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0515l25" xml:id="bsb00057098_00515_025" n="25"/><orig>schen</orig></w> bürgerschafft zu Augspurg auff ein oder andere weis noch ferners <w lemma="zuzusetzen"><orig>zu-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0515l26" xml:id="bsb00057098_00515_026" n="26"/><orig>zusetzen</orig></w> anlaß bekommen möchte, seye aber deretwegen auch indifferent. <lb facs="APWIIIA6_p0515l27" xml:id="bsb00057098_00515_027" n="27"/>Und vornemblich dahin zu sehen, qua intentione die evangelische <w lemma="bürgerschafft"><orig>bürger</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0515l28" xml:id="bsb00057098_00515_028" n="28"/><orig>schafft</orig></w> selbige einzurucken begehre. Ratione formae seye er auch indifferent, <lb facs="APWIIIA6_p0515l29" xml:id="bsb00057098_00515_029" n="29"/>was man für eine sprach bey dem schreiben gebrauchen wolle. Dabey aber <lb facs="APWIIIA6_p0515l30" xml:id="bsb00057098_00515_030" n="30"/>auch gleichwohl dises zu bedencken, daß 1. der Teutschen authoritet, wann <lb facs="APWIIIA6_p0515l31" xml:id="bsb00057098_00515_031" n="31"/>man sich frembder sprachen bedienen wolte, zu mercklichem praejudiz <w lemma="hiernechst"><orig>hier-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0515l32" xml:id="bsb00057098_00515_032" n="32"/><orig>nechst</orig></w> gereichen würdte. Zumahln 2. die cron Schweden ein stand des reichs <lb facs="APWIIIA6_p0515l33" xml:id="bsb00057098_00515_033" n="33"/>zu werden gedencke und 3. an denen ihro hiernechst zugehenden orthen <lb facs="APWIIIA6_p0515l34" xml:id="bsb00057098_00515_034" n="34"/>sonder zweiffel Teutsche cantzleyen anrichten werde.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0515l35" xml:id="bsb00057098_00515_035" n="35"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Herford.</hi> Bedanckt sich ebenmäßig gegen dem herrn directore für das <w lemma="auffgesetzte"><orig>auff-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0515l36" xml:id="bsb00057098_00515_036" n="36"/><orig>gesetzte</orig></w> schreiben, seye sonsten auch indifferent, in welcher sprach man das <lb facs="APWIIIA6_p0515l37" xml:id="bsb00057098_00515_037" n="37"/>schreiben abgehen laßen wolle. Halte aber, das<choice><sic/><corr resp="#editor"> es</corr></choice> auß bereits angezogenen <lb facs="APWIIIA6_p0515l38" xml:id="bsb00057098_00515_038" n="38"/>vernünfftigen ursachen in Teutscher sprach am besten geschehen köndte. So <lb facs="APWIIIA6_p0515l39" xml:id="bsb00057098_00515_039" n="39"/>viel die rationes betreffe, würdten zwar dieselben, wann sie dem schreiben <lb facs="APWIIIA6_p0515l40" xml:id="bsb00057098_00515_040" n="40"/>beygelegt werden solten, der sachen desto <choice><sic>beßer</sic><corr resp="#editor">beßere</corr></choice> erleutterung geben; weiln <lb facs="APWIIIA6_p0515l41" xml:id="bsb00057098_00515_041" n="41"/>aber der herr Franckfortische, daß es bey dem schreiben allein verbleiben <lb facs="APWIIIA6_p0515l42" xml:id="bsb00057098_00515_042" n="42"/>könne, dafür gehalten, alß wolle er es auch dahin gestelt sein laßen und von <lb facs="APWIIIA6_p0515l43" xml:id="bsb00057098_00515_043" n="43"/>den majoribus sich nicht separiren.</p>
	      <p><pb n="444" facs="APWIIIA6_p0516" sameAs="#bsb00057098_00516"/><lb facs="APWIIIA6_p0516l1" xml:id="bsb00057098_00516_001" n="1"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Memmingen.</hi> Mit widerhohlung voriger dancksagung, sagt, er seye zufriden, <lb facs="APWIIIA6_p0516l2" xml:id="bsb00057098_00516_002" n="2"/>in welcher sprach man das abgefaßte intercessionschreiben abgehen laßen <lb facs="APWIIIA6_p0516l3" xml:id="bsb00057098_00516_003" n="3"/>wolte. Auff allen fall aber köndte man sich, welcher modus am besten were, <lb facs="APWIIIA6_p0516l4" xml:id="bsb00057098_00516_004" n="4"/>bey den herren Schwedischen erkundigen. Und im übrigen die beylag der <lb facs="APWIIIA6_p0516l5" xml:id="bsb00057098_00516_005" n="5"/>rationum, deren die fürnembste bereits im schreiben begriffen seindt, zurück <lb facs="APWIIIA6_p0516l6" xml:id="bsb00057098_00516_006" n="6"/>laßen.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0516l7" xml:id="bsb00057098_00516_007" n="7"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Herr Director</hi> sagt, er erinnere sich ebenermaßen, daß insgemein kein <lb facs="APWIIIA6_p0516l8" xml:id="bsb00057098_00516_008" n="8"/>andere alß Teutsche sprach gegen der cron Schweden gebraucht worden, <lb facs="APWIIIA6_p0516l9" xml:id="bsb00057098_00516_009" n="9"/>gestalten auch seine herren und oberen jederzeit derselben sich bedient <lb facs="APWIIIA6_p0516l10" xml:id="bsb00057098_00516_010" n="10"/>haben. Wüßte auch nicht, warumb man eine andere nemen solte, weiln <lb facs="APWIIIA6_p0516l11" xml:id="bsb00057098_00516_011" n="11"/>zumahln bekandt, daß alle sachen bey den herren Schwedischen alhier <w lemma="allezeit"><orig>alle-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0516l12" xml:id="bsb00057098_00516_012" n="12"/><orig>zeit</orig></w> in Teutscher sprach bißhero proponiret und verhandelt, 2. der <w lemma="evangelischen"><orig>evangeli-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0516l13" xml:id="bsb00057098_00516_013" n="13"/><orig>schen</orig></w> bürgerschafft zu Augspurg überschickter bericht auch Teutsch, und <lb facs="APWIIIA6_p0516l14" xml:id="bsb00057098_00516_014" n="14"/>3. von anderen ständen und stätten mehr in dieser sprach an die cron <lb facs="APWIIIA6_p0516l15" xml:id="bsb00057098_00516_015" n="15"/>Schweden geschrieben worden seye. Was der evangelischen bürgerschafft <lb facs="APWIIIA6_p0516l16" xml:id="bsb00057098_00516_016" n="16"/>angeführte rationes concernire, seye er angestanden, ob selbige dem <w lemma="schreiben"><orig>schrei-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0516l17" xml:id="bsb00057098_00516_017" n="17"/><orig>ben</orig></w> formaliter beyzulegen sein werden. Wann man sie aber dabey haben <lb facs="APWIIIA6_p0516l18" xml:id="bsb00057098_00516_018" n="18"/>wolte, müßte man selbige noch einmal fleißig durchgehen und diejenigen, <lb facs="APWIIIA6_p0516l19" xml:id="bsb00057098_00516_019" n="19"/>welche obgemelte evangelische bürgerschafft etwa nachtheilig fallen <w lemma="möchten"><orig>möch</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0516l20" xml:id="bsb00057098_00516_020" n="20"/><orig>ten</orig></w>, außen laßen. Da man auch die rationes denen herren Schwedischen <lb facs="APWIIIA6_p0516l21" xml:id="bsb00057098_00516_021" n="21"/>hinderbringen wolte, müßte man sie benebens, daß sie selbige in guther <lb facs="APWIIIA6_p0516l22" xml:id="bsb00057098_00516_022" n="22"/>geheime behalten wolten, weiln der evangelischen bürgerschafft zu <w lemma="Augspurg"><orig>Augs-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0516l23" xml:id="bsb00057098_00516_023" n="23"/><orig>purg</orig></w> ein und ander praejudicium dannenhero hiernächst leichtlich zuwaxen <lb facs="APWIIIA6_p0516l24" xml:id="bsb00057098_00516_024" n="24"/>köndte, auffs fleißigste bitten und ersuchen.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0516l25" xml:id="bsb00057098_00516_025" n="25"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Conclusum.</hi> Es solle bey dem vom herrn directore abgefaßten concept des <lb facs="APWIIIA6_p0516l26" xml:id="bsb00057098_00516_026" n="26"/>intercessionschreibens allerdings verbleiben, daßselbige zur außfertigung <lb facs="APWIIIA6_p0516l27" xml:id="bsb00057098_00516_027" n="27"/>gegeben und denen herren königlichen Schwedischen durch den herrn <lb facs="APWIIIA6_p0516l28" xml:id="bsb00057098_00516_028" n="28"/>Franckfortischen und Lindauischen (maßen sie sich ohne das darzu erbietig <lb facs="APWIIIA6_p0516l29" xml:id="bsb00057098_00516_029" n="29"/>gemacht) ohnverlängt eingelieffert und zu fürderlicher bestellung <w lemma="recommendirt"><orig>recom-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0516l30" xml:id="bsb00057098_00516_030" n="30"/><orig>mendirt</orig></w> werden.</p>
	    </div>