<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:session="http://apache.org/cocoon/session/1.0" type="text" corresp="#bsb00057098_00464">
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0464l9" xml:id="bsb00057098_00464_009" n="9"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Herr Director</hi> verlieset die von Münster herüber geschikte und durch das <lb facs="APWIIIA6_p0464l10" xml:id="bsb00057098_00464_010" n="10"/>Churmainzische directorium gestriges tags zur collegial deliberation <w lemma="communicirte"><orig>com-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0464l11" xml:id="bsb00057098_00464_011" n="11"/><orig>municirte</orig></w> beede schreiben an die Römische Kayserliche Majestät und die <lb facs="APWIIIA6_p0464l12" xml:id="bsb00057098_00464_012" n="12"/>herren camerales zu Speyer, derselben securitet und unterhalt betreffend<note type="edd" subtype="commAnnot" place="foot" facs="APWIIIA6_p0464n1" xml:id="bsb00057098_00464_dok0083_n01"> <p style="font-size:10pt; font-style:italic;"><lb facs="APWIIIA6_p0464l39" xml:id="bsb00057098_00464_039" n="39"/>Schreiben an das Reichskammergericht vom 24. September 1646 st. v. (<ref type="http" target="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10492275_00800.html"><hi style="font-style:smallCaps;">Meiern</hi> III S. 666</ref>–669), <lb facs="APWIIIA6_p0464l40" xml:id="bsb00057098_00464_040" n="40"/>Schreiben an den Kaiser vom 3./13. Oktober 1646 (<hi style="font-style:smallCaps;">ebd.</hi> S. 669–670).</p> </note>; <lb facs="APWIIIA6_p0464l13" xml:id="bsb00057098_00464_013" n="13"/>stellt darauff zu des Nürnbergischen herrn abgesanden (welcher allein zur <lb facs="APWIIIA6_p0464l14" xml:id="bsb00057098_00464_014" n="14"/>stelle gewest) belieben, ob er sich darüber vernehmen laßen und, was ihme <lb facs="APWIIIA6_p0464l15" xml:id="bsb00057098_00464_015" n="15"/>dabey erinnerlich beygehen möchte, unbeschwärt andeuten wolte?</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0464l16" xml:id="bsb00057098_00464_016" n="16"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Nürnberg.</hi> Sagt, er befinde die beyde schreiben an die Kayserliche Majestät <lb facs="APWIIIA6_p0464l17" xml:id="bsb00057098_00464_017" n="17"/>und die herren camerales nach inhalt deren jüngst auch in dem stättrath <w lemma="außgefallener"><orig>auß</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0464l18" xml:id="bsb00057098_00464_018" n="18"/><orig>gefallener</orig></w> votorum eingerichtet. Es hetten zwar etliche auß den herrn <w lemma="stättischen"><orig>stätti</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0464l19" xml:id="bsb00057098_00464_019" n="19"/><orig>schen</orig></w> auf die Juden capitation inclinirt, der größere theil aber wegen der <w lemma="Ungleichheit"><orig>Un-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0464l20" xml:id="bsb00057098_00464_020" n="20"/><orig>gleichheit</orig></w>, so solch vorgeschlagen mittel nach sich ziehe, in deme etlicher <lb facs="APWIIIA6_p0464l21" xml:id="bsb00057098_00464_021" n="21"/>wenig stände unterthanen den last der andern allen allein über sich nehmen <lb facs="APWIIIA6_p0464l22" xml:id="bsb00057098_00464_022" n="22"/>müßen und dahero ihrer herrschafft umb soviel weniger contribuiren <w lemma="könnten"><orig>könn</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0464l23" xml:id="bsb00057098_00464_023" n="23"/><orig>ten</orig></w>, solches nicht approbiren wollen. Nachdem aber im hochlöblichen <lb facs="APWIIIA6_p0464l24" xml:id="bsb00057098_00464_024" n="24"/>fürstenrath solche capitation der Juden per majora geschloßen, würden die <lb facs="APWIIIA6_p0464l25" xml:id="bsb00057098_00464_025" n="25"/>stätte darwieder allein nicht können auslangen und möge es also dahin gestellt <lb facs="APWIIIA6_p0464l26" xml:id="bsb00057098_00464_026" n="26"/>verbleiben, zumahln nicht zu zweifeln, die Juden von sich selbsten, wie vor <lb facs="APWIIIA6_p0464l27" xml:id="bsb00057098_00464_027" n="27"/>mehrmals am Kayserlichen hof und bey Churmainz geschehen, dieses werkh <lb facs="APWIIIA6_p0464l28" xml:id="bsb00057098_00464_028" n="28"/>durch gewöhnliche und von ihnen mehrmals practicirte wege, art und weiß <lb facs="APWIIIA6_p0464l29" xml:id="bsb00057098_00464_029" n="29"/>abzugraben wißen werden. Und hette auch seines dafürhaltens der dem <lb facs="APWIIIA6_p0464l30" xml:id="bsb00057098_00464_030" n="30"/>schreiben an die herren camerales zu end beygelegte pass, daß die <w lemma="unvermögliche"><orig>unvermög</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0464l31" xml:id="bsb00057098_00464_031" n="31"/><orig>liche</orig></w> ständte verschonet und allein die einbringung der quoten bey den <lb facs="APWIIIA6_p0464l32" xml:id="bsb00057098_00464_032" n="32"/>vermöglichen beharret werden sollte, darumb wol außbleiben können, weil <lb facs="APWIIIA6_p0464l33" xml:id="bsb00057098_00464_033" n="33"/>der langwürige verderbliche krieg alle und iede ex aequo im heiligen <w lemma="Römischen"><orig>Römi</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0464l34" xml:id="bsb00057098_00464_034" n="34"/><orig>schen</orig></w> reich auff den eußersten grad ruinirt, es gebe nur ungelegenheit und <lb facs="APWIIIA6_p0464l35" xml:id="bsb00057098_00464_035" n="35"/>diesen leuthen anlaß, daß sie in die stätte (welche, ob sie wol vor anderen am <lb facs="APWIIIA6_p0464l36" xml:id="bsb00057098_00464_036" n="36"/>meisten unglükhs über sich gehen laßen müßen, iedoch noch immer für mehr <lb facs="APWIIIA6_p0464l37" xml:id="bsb00057098_00464_037" n="37"/><note xml:id="bsb00057098_00464_a01" type="app" subtype="docNote" place="endpage" facs="#APWIIIA6_p0464l37" target="#bsb00057098_00464_037"><p><lb facs="APWIIIA6_p0464l38" xml:id="bsb00057098_00464_038" n="38"/><hi style="font-style:italic;">37</hi> conservirt] <hi style="font-style:italic;">In Druckvorlage</hi> concernirt.</p></note>conservirt und von beßerem vermögen als andere höhere stände gehalten<pb n="393" facs="APWIIIA6_p0465" sameAs="#bsb00057098_00465"/><lb facs="APWIIIA6_p0465l1" xml:id="bsb00057098_00465_001" n="1"/>werden wollen) desto mehr und eifriger sezen und hetten dieselbe ohne daß <lb facs="APWIIIA6_p0465l2" xml:id="bsb00057098_00465_002" n="2"/>eine zeitlang das objectum, gegen welche sie die herren camerales und fast <lb facs="APWIIIA6_p0465l3" xml:id="bsb00057098_00465_003" n="3"/>allein in schuldsachen ihre autoritet und officium exercirt sein müßen, da <w lemma="hingegen"><orig>hin-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0465l4" xml:id="bsb00057098_00465_004" n="4"/><orig>gegen</orig></w> wieder die höheren stände den unbillich bedrängten nimmermehr <lb facs="APWIIIA6_p0465l5" xml:id="bsb00057098_00465_005" n="5"/>assistirt, noch die gebettene mandata und process erkannt werden wollen, es <lb facs="APWIIIA6_p0465l6" xml:id="bsb00057098_00465_006" n="6"/>seye aber billich zu bejammern, daß das heilige reich in gegenwärtigen übeln <lb facs="APWIIIA6_p0465l7" xml:id="bsb00057098_00465_007" n="7"/>und dergestalt erschöpften zustand gerathen, daß solches auch so wenig noch <lb facs="APWIIIA6_p0465l8" xml:id="bsb00057098_00465_008" n="8"/>übrigen assessoribus, deren zahl von 38 auf neun redigirt worden, in facie <lb facs="APWIIIA6_p0465l9" xml:id="bsb00057098_00465_009" n="9"/>frembder außwärtiger cronen und anderen nationen, zu unaußlöschlichem <lb facs="APWIIIA6_p0465l10" xml:id="bsb00057098_00465_010" n="10"/>hohn und spott der Teutschen nation ihren gebührenden unterhalt nicht <lb facs="APWIIIA6_p0465l11" xml:id="bsb00057098_00465_011" n="11"/>mehr verschaffen könne. Welches dann auch bey jüngster deputation an die <lb facs="APWIIIA6_p0465l12" xml:id="bsb00057098_00465_012" n="12"/>herrn Französische plenipotentiarios, da selbigen die auffrichtung des <w lemma="neubegehrten"><orig>neu-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0465l13" xml:id="bsb00057098_00465_013" n="13"/><orig>begehrten</orig></w> dicasterii so eiferig recommendirt worden, der herzog von <w lemma="Longueville"><orig>Lon-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0465l14" xml:id="bsb00057098_00465_014" n="14"/><orig>gueville</orig></w> ex ore catholicorum den deputatis evangelicis exprobrirt. Im übrigen <lb facs="APWIIIA6_p0465l15" xml:id="bsb00057098_00465_015" n="15"/>seye, ratione securitatis, eben noch wenig trost für die herrn camerales <w lemma="fürhanden"><orig>für</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0465l16" xml:id="bsb00057098_00465_016" n="16"/><orig>handen</orig></w>, dann obgleich die Franzosen die guarnison in Speyer in etwas zu <lb facs="APWIIIA6_p0465l17" xml:id="bsb00057098_00465_017" n="17"/>erleichtern sich erklärt, so könne doch ihnen mit bestand anderst nicht als <lb facs="APWIIIA6_p0465l18" xml:id="bsb00057098_00465_018" n="18"/>durch völlige abführung der ganzen militiae und erhaltung der ehedeßen <lb facs="APWIIIA6_p0465l19" xml:id="bsb00057098_00465_019" n="19"/>erwehnten neutralitet sowol mit den Kayserlichen, Französischen als <w lemma="Spanischen"><orig>Spani-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0465l20" xml:id="bsb00057098_00465_020" n="20"/><orig>schen</orig></w> partheyen geholffen werden. Er laße aber seines theils geschehen, daß <lb facs="APWIIIA6_p0465l21" xml:id="bsb00057098_00465_021" n="21"/>die beede schreiben, neben dem postscripto, auffgesezter maßen <w lemma="außgefertiget"><orig>außgeferti</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0465l22" xml:id="bsb00057098_00465_022" n="22"/><orig>get</orig></w> werden mögen.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0465l23" xml:id="bsb00057098_00465_023" n="23"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Herr Director</hi> sagt, er habe beeder schreiben inhalt mit demjenigen, was <lb facs="APWIIIA6_p0465l24" xml:id="bsb00057098_00465_024" n="24"/>hiebevor in diesem löblichen stättcollegio, wegen der materi, geschloßen <lb facs="APWIIIA6_p0465l25" xml:id="bsb00057098_00465_025" n="25"/>und beliebet worden, fast allerdings conform gefunden, außgenommen daß <lb facs="APWIIIA6_p0465l26" xml:id="bsb00057098_00465_026" n="26"/>in dem einen an Ihre Kayserliche Majestät das cammergericht, damit <w lemma="demselben"><orig>demsel-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0465l27" xml:id="bsb00057098_00465_027" n="27"/><orig>ben</orig></w> die securitet gedeyen und wiederfahren möchte, allein recommendirt, <lb facs="APWIIIA6_p0465l28" xml:id="bsb00057098_00465_028" n="28"/>löbliche statt Speyer aber dabey ganz vergessen worden. Nun laße sich aber <lb facs="APWIIIA6_p0465l29" xml:id="bsb00057098_00465_029" n="29"/>in hoc puncto securitatis die statt von dem cammergericht nicht separiren, <lb facs="APWIIIA6_p0465l30" xml:id="bsb00057098_00465_030" n="30"/>theils wegen der connexitet, so zwischen beeden theilen seye, theils wegen <lb facs="APWIIIA6_p0465l31" xml:id="bsb00057098_00465_031" n="31"/>ieztmaliger dürfftigkeit und armuth der bürgerschafft, darein sie durch <w lemma="beharrung"><orig>be-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0465l32" xml:id="bsb00057098_00465_032" n="32"/><orig>harrung</orig></w> der starken guarnison und exemption der besten immobilien <w lemma="gerathen"><orig>gera-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0465l33" xml:id="bsb00057098_00465_033" n="33"/><orig>then</orig></w>. Darumb seye nöthig, daß der statt verschonung nicht weniger als des <lb facs="APWIIIA6_p0465l34" xml:id="bsb00057098_00465_034" n="34"/>cammergerichts urgirt werde. 2. Was den punctum des unterhalts belange, <lb facs="APWIIIA6_p0465l35" xml:id="bsb00057098_00465_035" n="35"/>habe er wargenommen, daß man die Juden capitation simpliciter beharren <lb facs="APWIIIA6_p0465l36" xml:id="bsb00057098_00465_036" n="36"/>wolle, welche doch an seiten der erbaren stätte iederzeit dissuadirt, leztlich <lb facs="APWIIIA6_p0465l37" xml:id="bsb00057098_00465_037" n="37"/>aber auff allen fall, weiln es ie stättischen theils allein nicht zu ändern, dafür <lb facs="APWIIIA6_p0465l38" xml:id="bsb00057098_00465_038" n="38"/>gehalten worden, daß man berührte Juden capitation gegen diejenigen <lb facs="APWIIIA6_p0465l39" xml:id="bsb00057098_00465_039" n="39"/>stände allein, welche Juden hinter sich, ihre quotas aber noch nicht <w lemma="abgetragen"><orig>abge-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0465l40" xml:id="bsb00057098_00465_040" n="40"/><orig>tragen</orig></w> haben, gebrauchen und dagegen derjenigen, die das ihrige entrichtet, <lb facs="APWIIIA6_p0465l41" xml:id="bsb00057098_00465_041" n="41"/>damit verschonen möge. Werde also nöthig sein, daß man bey vormahligem <lb facs="APWIIIA6_p0465l42" xml:id="bsb00057098_00465_042" n="42"/>stättischen theils gefaßtem concluso, sonderlich umb der interessirten stätte <lb facs="APWIIIA6_p0465l43" xml:id="bsb00057098_00465_043" n="43"/>willen, noch zur zeit verbleibe, und daneben bitte, weiln in der gleichen<pb n="394" facs="APWIIIA6_p0466" sameAs="#bsb00057098_00466"/><lb facs="APWIIIA6_p0466l1" xml:id="bsb00057098_00466_001" n="1"/>fällen styli, daß, wenn schon chur- und fürsten untereinander einig, <choice><sic>dannach</sic><corr resp="#editor">dannoch</corr></choice> <lb facs="APWIIIA6_p0466l2" xml:id="bsb00057098_00466_002" n="2"/>der stätte dissens dem schluß miteingeruket werde, daß daselbe auch an <w lemma="diesem"><orig>die-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l3" xml:id="bsb00057098_00466_003" n="3"/><orig>sem</orig></w> orth geschehe und was der erbaren stätte bey vorgeschlagener Juden <lb facs="APWIIIA6_p0466l4" xml:id="bsb00057098_00466_004" n="4"/>capitation vor diesem geführte und annoch beharrende, aigentliche meinung <lb facs="APWIIIA6_p0466l5" xml:id="bsb00057098_00466_005" n="5"/>seye, zum wenigsten per parenthesin vermöge herkommens im concept <lb facs="APWIIIA6_p0466l6" xml:id="bsb00057098_00466_006" n="6"/>gedacht werde. Und weiln Churmainz iederweilen, weßen man sich im <w lemma="stättrath"><orig>stätt</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l7" xml:id="bsb00057098_00466_007" n="7"/><orig>rath</orig></w> verglichen, fordern laße, als hette er in eventum das conclusum <w lemma="unvorgreiflich"><orig>unvor-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l8" xml:id="bsb00057098_00466_008" n="8"/><orig>greiflich</orig></w> zu papier gebracht, welches, da es dem Nürnbergischen herrn <w lemma="abgesanden"><orig>abge-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l9" xml:id="bsb00057098_00466_009" n="9"/><orig>sanden</orig></w> beliebte, mit übrigen abwesenden herrn stättischen gesanden, zu <lb facs="APWIIIA6_p0466l10" xml:id="bsb00057098_00466_010" n="10"/>ihrer nachricht und verbeßerung von hauß zu hauß ebenmäßig communicirt <lb facs="APWIIIA6_p0466l11" xml:id="bsb00057098_00466_011" n="11"/>und auff derselben approbation Churmainz alsdann außgefolget werden <lb facs="APWIIIA6_p0466l12" xml:id="bsb00057098_00466_012" n="12"/>könnte. Und ist daßelbe nachfolgenden inhalts gewesen:</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0466l13" xml:id="bsb00057098_00466_013" n="13"/><hi style="font-style:italic; font-width:spaced;">Conclusum.</hi> Demnach in dem anderwertigen intercessionschreiben an die <lb facs="APWIIIA6_p0466l14" xml:id="bsb00057098_00466_014" n="14"/>Römische Kayserliche Majestät unsern allergnädigsten herren bey <w lemma="recommendation"><orig>recommen-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l15" xml:id="bsb00057098_00466_015" n="15"/><orig>dation</orig></w> der herrn cameralium der statt und bürgerschafft zu Speyer nicht, wie <lb facs="APWIIIA6_p0466l16" xml:id="bsb00057098_00466_016" n="16"/>im vorgehenden intercessionschreiben vom 7./17. Junii geschehen<note type="edd" subtype="commAnnot" place="foot" facs="APWIIIA6_p0466n2" xml:id="bsb00057098_00466_dok0083_n02"> <p style="font-size:10pt; font-style:italic;"><lb facs="APWIIIA6_p0466l42" xml:id="bsb00057098_00466_042" n="42"/>Vgl. S. 293 Anm. 4.</p> </note>, <w lemma="simultanee"><orig>simul-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l17" xml:id="bsb00057098_00466_017" n="17"/><orig>tanee</orig></w> gedacht worden und aber die sichere wahrheit ist, wann die <w lemma="einquartierung"><orig>einquar-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l18" xml:id="bsb00057098_00466_018" n="18"/><orig>tierung</orig></w> der guarnison, nach dem die bürgerschafft nunmehr gänzlich <w lemma="außgesogen"><orig>außge</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l19" xml:id="bsb00057098_00466_019" n="19"/><orig>sogen</orig></w> und verderbt, noch ferners daselbst continuiren sollte, daß, der herren <lb facs="APWIIIA6_p0466l20" xml:id="bsb00057098_00466_020" n="20"/>cameralium zu verschonen, unmöglich fallen würde, maßen die herren <w lemma="camerales"><orig>came-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l21" xml:id="bsb00057098_00466_021" n="21"/><orig>rales</orig></w> in ihrem schreiben vom 2./12. Mai selbsten angeführt<note type="edd" subtype="commAnnot" place="foot" facs="APWIIIA6_p0466n3" xml:id="bsb00057098_00466_dok0083_n03"> <p style="font-size:10pt; font-style:italic;"><lb facs="APWIIIA6_p0466l43" xml:id="bsb00057098_00466_043" n="43"/>Vgl. <ref type="line" subtype="intern" facs="#APWIIIA6_p0326n1" target="#bsb00057098_00326_029">S. 254 Anm. 1</ref>.</p> </note>. Als will man, <lb facs="APWIIIA6_p0466l22" xml:id="bsb00057098_00466_022" n="22"/>daß daßelbe in der petition angeregten schreibens denuo geschehe, <w lemma="stättischen"><orig>stätti</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l23" xml:id="bsb00057098_00466_023" n="23"/><orig>schen</orig></w> theils zum fleißigsten gebetten und sich im übrigen, soviel den <w lemma="punctum"><orig>punc-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l24" xml:id="bsb00057098_00466_024" n="24"/><orig>tum</orig></w> securitatis anlangt, mit überschikten concepten gänzlich conformirt, in <lb facs="APWIIIA6_p0466l25" xml:id="bsb00057098_00466_025" n="25"/>puncto des unterhalts aber und in specie der vorgeschlagenen Juden <w lemma="capitation"><orig>capi-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l26" xml:id="bsb00057098_00466_026" n="26"/><orig>tation</orig></w> vorgehende der stätte conclusa wiederholet und derenselben <w lemma="eigentliche"><orig>eigent-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l27" xml:id="bsb00057098_00466_027" n="27"/><orig>liche</orig></w> meinung zum wenigsten per parenthesin dem stylo imperii gemäß, in <lb facs="APWIIIA6_p0466l28" xml:id="bsb00057098_00466_028" n="28"/>dem concept mit zu gedenken, umb soviel mehr gebetten haben, weiln, ob <lb facs="APWIIIA6_p0466l29" xml:id="bsb00057098_00466_029" n="29"/>und was den wenigen herrn assessorn an ihrem bestimbten salario abgehen <lb facs="APWIIIA6_p0466l30" xml:id="bsb00057098_00466_030" n="30"/>und rükständig sein möchte, vor einlangung des von dem hochlöblichen <lb facs="APWIIIA6_p0466l31" xml:id="bsb00057098_00466_031" n="31"/>cammergericht oder deßelben pfennigmeistern erforderten berichts ohne das <lb facs="APWIIIA6_p0466l32" xml:id="bsb00057098_00466_032" n="32"/>ungewiß und zweiffelhafftig ist.</p>
	      <p><lb facs="APWIIIA6_p0466l33" xml:id="bsb00057098_00466_033" n="33"/>Dieweiln nun der Nürnbergische herr abgesande auff an- und abhörung <lb facs="APWIIIA6_p0466l34" xml:id="bsb00057098_00466_034" n="34"/>deßelben nichts dabey zu erinnern gewust, sondern ihme den auffsaz wie <lb facs="APWIIIA6_p0466l35" xml:id="bsb00057098_00466_035" n="35"/>auch, daß übrigen herrn collegis communication davon absonderlich <w lemma="geschehe"><orig>ge-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l36" xml:id="bsb00057098_00466_036" n="36"/><orig>schehe</orig></w>, wol belieben laßen, als ist derselbe dem herrn Lübekhischen, <w lemma="Bremischen"><orig>Bremi-</orig> <lb facs="APWIIIA6_p0466l37" xml:id="bsb00057098_00466_037" n="37"/><orig>schen</orig></w>, Regenspurgischen, Ulmischen und Lindauischen nach hauß gebracht, <lb facs="APWIIIA6_p0466l38" xml:id="bsb00057098_00466_038" n="38"/>von denselben sambt und sonders gleicher gestalt ohne einzige erinnerung <lb facs="APWIIIA6_p0466l39" xml:id="bsb00057098_00466_039" n="39"/>approbirt und durch den Lübekhischen und Regenspurgischen, daß in dem <lb facs="APWIIIA6_p0466l40" xml:id="bsb00057098_00466_040" n="40"/>fürstenrath das conclusum fast auff gleich weiß gefallen seye, angedeutet <lb facs="APWIIIA6_p0466l41" xml:id="bsb00057098_00466_041" n="41"/>worden.</p>
	    </div>