<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:session="http://apache.org/cocoon/session/1.0" type="text" corresp="#bsb00056764_00537">
	  <p><lb facs="APWIIA3_p0537l33" xml:id="bsb00056764_00537_033" n="33"/><hi style="font-style:italic;">Hinweis auf nr. 255. Wir waren</hi> nun in hoffnung gestanden, es wurde also <lb facs="APWIIA3_p0537l34" xml:id="bsb00056764_00537_034" n="34"/>dabey bis uf ir vom königlich Franzößischen hof erwartende ferrere <w lemma="resolution"><orig>resolu-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0537l35" xml:id="bsb00056764_00537_035" n="35"/><orig>tion</orig></w>, weil sie dieselbe in so kurzer zeit vertröstet hatten, verbleiben mögen. <lb facs="APWIIA3_p0537l36" xml:id="bsb00056764_00537_036" n="36"/>Es seint aber am nachgefolgten sambstag die Churbayrische gesandten vor <lb facs="APWIIA3_p0537l37" xml:id="bsb00056764_00537_037" n="37"/>uns erschinen und haben uns nach diser vernomner beschaffenheit <w lemma="zugleich"><orig>zu-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0537l38" xml:id="bsb00056764_00537_038" n="38"/><orig>gleich</orig></w> communiciert, wie das der conte d’Avaux bey inen gewesen und<pb n="490" facs="APWIIA3_p0538" sameAs="#bsb00056764_00538"/><lb facs="APWIIA3_p0538l1" xml:id="bsb00056764_00538_001" n="1"/>angezeigt, wohin ire gedancken entlich zihlten, als nemblich, das sie einmal <lb facs="APWIIA3_p0538l2" xml:id="bsb00056764_00538_002" n="2"/>das Ober- und Undterelsäss sambt der vestung Preysach und der statt <lb facs="APWIIA3_p0538l3" xml:id="bsb00056764_00538_003" n="3"/>Newenburg<note type="edd" subtype="commAnnot" place="foot" facs="APWIIA3_p0538n1" xml:id="bsb00056764_00538_dok0260_n01"><p style="font-style:italic;"> <lb facs="APWIIA3_p0538l42" xml:id="bsb00056764_00538_042" n="42"/>Habsburgische Stadt am einzigen Übergang des Oberrheins zwischen Breisach und <lb facs="APWIIA3_p0538l43" xml:id="bsb00056764_00538_043" n="43"/>Rheinweiler. Vgl. <hi style="font-style:smallCaps;">Hist.</hi> <hi style="font-style:smallCaps;">Stätten</hi> VI S. 471f.</p></note> am Rhein innbehalten, die 4 Waldtstätt aber und was disseit <lb facs="APWIIA3_p0538l4" xml:id="bsb00056764_00538_004" n="4"/>Rheins gelegen, dem hauß Österreich zurugglassen wolten, welches doch <lb facs="APWIIA3_p0538l5" xml:id="bsb00056764_00538_005" n="5"/>noch der zeit vom conte Servient ufs stärckhist widerfochten werde. Und <lb facs="APWIIA3_p0538l6" xml:id="bsb00056764_00538_006" n="6"/>als wir inen geantwortet, das in unserer macht nit stüende, so weit <w lemma="ainzuwilligen"><orig>ainzu-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l7" xml:id="bsb00056764_00538_007" n="7"/><orig>willigen</orig></w>, haben sie uns weitlaüffig vorgehalten, weil sie von ihrem <w lemma="gnädigsten"><orig>gnädig-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l8" xml:id="bsb00056764_00538_008" n="8"/><orig>sten</orig></w> herrn so ernstlich und bey irer schweren verantworttung bevelcht <lb facs="APWIIA3_p0538l9" xml:id="bsb00056764_00538_009" n="9"/>weren, lenger mit denn particulartractaten nit innzuhalten, das sie einmal <lb facs="APWIIA3_p0538l10" xml:id="bsb00056764_00538_010" n="10"/>damit außbrechen müesten. Endtlich nach vilen gewexleten reden und uf <lb facs="APWIIA3_p0538l11" xml:id="bsb00056764_00538_011" n="11"/>unser zuesprechen sich erbotten, mit denen Franzößischen plenipotentiariis <lb facs="APWIIA3_p0538l12" xml:id="bsb00056764_00538_012" n="12"/>ferrer aus der sachen zu reden und zu sechen, wie weit sie selbige möchten <lb facs="APWIIA3_p0538l13" xml:id="bsb00056764_00538_013" n="13"/>bringen könden.</p>
	  <p><lb facs="APWIIA3_p0538l14" xml:id="bsb00056764_00538_014" n="14"/>Waßgestalten sie nun uns gestrigen tages referiert, das die gedachte <w lemma="plenipotentiarii"><orig>plenipo-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l15" xml:id="bsb00056764_00538_015" n="15"/><orig>tentiarii</orig></w> zwar nit bevelcht ze sein, sich entschuldigt, von denn <w lemma="Vorderösterreichischen"><orig>Vorderöster-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l16" xml:id="bsb00056764_00538_016" n="16"/><orig>reichischen</orig></w> landen etwas zuruggzugeben, iedoch uf ir verantworttung <w lemma="genommen"><orig>ge-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l17" xml:id="bsb00056764_00538_017" n="17"/><orig>nommen</orig></w>, wan inen die innbehaltung der vestung Preysach, statt <w lemma="Newenburg"><orig>Newen-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l18" xml:id="bsb00056764_00538_018" n="18"/><orig>burg</orig></w>, auch dess obern und undtern Elsäss sambt dem Sundtgaw accordiert, <lb facs="APWIIA3_p0538l19" xml:id="bsb00056764_00538_019" n="19"/>das die 4 Waldtstätt, das Preyßgaw und was disseit Rheins gelegen, dem <lb facs="APWIIA3_p0538l20" xml:id="bsb00056764_00538_020" n="20"/>haus Österreich abgetretten und überlassen werden solte. Sie auch darüber <lb facs="APWIIA3_p0538l21" xml:id="bsb00056764_00538_021" n="21"/>alspald an dem königlichen hof umb consens bey aigner staffetta schreiben <lb facs="APWIIA3_p0538l22" xml:id="bsb00056764_00538_022" n="22"/>und innerhalb 10 tagen denselben beybringen wolten. Das alles geruhend <lb facs="APWIIA3_p0538l23" xml:id="bsb00056764_00538_023" n="23"/>Euer Kayserliche Mayestät aus beyligendem extractu prothocolli gnädigst <lb facs="APWIIA3_p0538l24" xml:id="bsb00056764_00538_024" n="24"/>anzuhören und dabei auch weiters zu vernemmen, welchergstalten wir von <lb facs="APWIIA3_p0538l25" xml:id="bsb00056764_00538_025" n="25"/>allem disem verlauff denn Spanischen gesandten parte gegeben; selbige <lb facs="APWIIA3_p0538l26" xml:id="bsb00056764_00538_026" n="26"/>auch sehr ungern zuegeben wolten, das man sich uf so beschwerliche <w lemma="postulata"><orig>postu-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l27" xml:id="bsb00056764_00538_027" n="27"/><orig>lata</orig></w> mit denn Franzosen in beschließliche handlung einlassen solle. Wie <lb facs="APWIIA3_p0538l28" xml:id="bsb00056764_00538_028" n="28"/>dann Euer Kayserliche Mayestät aus nebenligendem zetul dess conte <w lemma="Peneranda"><orig>Pene-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l29" xml:id="bsb00056764_00538_029" n="29"/><orig>randa</orig></w>, so er an mich, Volmarn, geschriben, mehrers gnädigst anzehören, <lb facs="APWIIA3_p0538l30" xml:id="bsb00056764_00538_030" n="30"/>wie ungleich er solche handlung anziechen thuet. Nun stehet der <w lemma="haubtzweckh"><orig>haubt-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l31" xml:id="bsb00056764_00538_031" n="31"/><orig>zweckh</orig></w> an überlassung der beeden stätten Preysach und Neüenburg, <lb facs="APWIIA3_p0538l32" xml:id="bsb00056764_00538_032" n="32"/>derentwegen Euer Kayserliche Mayestät weder mir, grafen von <w lemma="Trautmanßdorf"><orig>Trautmanß-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l33" xml:id="bsb00056764_00538_033" n="33"/><orig>dorf</orig></w>, in particulari noch uns insgesambt bis daher einige vollmacht nit <w lemma="ertheilt"><orig>er-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l34" xml:id="bsb00056764_00538_034" n="34"/><orig>theilt</orig></w> haben. Und sechen wir die höhste gfahr der Churbayrischen <w lemma="Separation"><orig>Separa-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l35" xml:id="bsb00056764_00538_035" n="35"/><orig>tion</orig></w> vor augen, welche disen Westphalischen craiß zugleich nach sich <w lemma="ziechen"><orig>zie-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l36" xml:id="bsb00056764_00538_036" n="36"/><orig>chen</orig></w> und also Euer Kayserliche Mayestät von aller hilff und beystandt der <lb facs="APWIIA3_p0538l37" xml:id="bsb00056764_00538_037" n="37"/>catholischen chur-, fürsten und ständten dess Reichs genzlich bloßstellen <lb facs="APWIIA3_p0538l38" xml:id="bsb00056764_00538_038" n="38"/>würdt. Also das sie eintweder der ganzen last der Schweedischen und <w lemma="Franzößischen"><orig>Fran-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0538l39" xml:id="bsb00056764_00538_039" n="39"/><orig>zößischen</orig></w> waaffen uf ire erbkönigreich und landen werden kommen lassen <lb facs="APWIIA3_p0538l40" xml:id="bsb00056764_00538_040" n="40"/>oder denn Schweeden sowohl als denn protestierenden alles, was sie nur <lb facs="APWIIA3_p0538l41" xml:id="bsb00056764_00538_041" n="41"/>begeren und suechen thuend, in politicis et ecclesiasticis, einwilligen <w lemma="müessen"><orig>mües-</orig><pb n="491" facs="APWIIA3_p0539" sameAs="#bsb00056764_00539"/><lb facs="APWIIA3_p0539l1" xml:id="bsb00056764_00539_001" n="1"/><orig>sen</orig></w>. Daraus aber zugleich ein genzliche alienation der catholischen chur-, <lb facs="APWIIA3_p0539l2" xml:id="bsb00056764_00539_002" n="2"/>fürsten und ständen, neben noch mehrer schweren nachfolg zu befahren <lb facs="APWIIA3_p0539l3" xml:id="bsb00056764_00539_003" n="3"/>stehet.</p>
	  <p><lb facs="APWIIA3_p0539l4" xml:id="bsb00056764_00539_004" n="4"/>Hingegen und wann Euer Kayserliche Mayestät auch in zurugglassung <w lemma="ermelter"><orig>er-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0539l5" xml:id="bsb00056764_00539_005" n="5"/><orig>melter</orig></w> beeder pläzen einwilligen und wir dessen bevelch und vollmacht <lb facs="APWIIA3_p0539l6" xml:id="bsb00056764_00539_006" n="6"/>heten, so hetten sie vorderist von der cron Frankreich und nach derselben <lb facs="APWIIA3_p0539l7" xml:id="bsb00056764_00539_007" n="7"/>plenipotentiarien vertröstung, auch sicherlich von der cron Schweeden, <lb facs="APWIIA3_p0539l8" xml:id="bsb00056764_00539_008" n="8"/>praesupposita ipsorum quoque satisfactione, denn friden zu verhoffen. Zum <lb facs="APWIIA3_p0539l9" xml:id="bsb00056764_00539_009" n="9"/>andern wurde alspaldt eintweder ein gemeine oder mit der cron Franckreich <lb facs="APWIIA3_p0539l10" xml:id="bsb00056764_00539_010" n="10"/>absönderliche suspensio armorum biß zu völiger abhandlung der <w lemma="fridenspuncten"><orig>fridens-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0539l11" xml:id="bsb00056764_00539_011" n="11"/><orig>puncten</orig></w> erhalten werden können. Dritens weren Euer Mayestät weitern <w lemma="einfalls"><orig>ein-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0539l12" xml:id="bsb00056764_00539_012" n="12"/><orig>falls</orig></w> in dero erblanden eintweders genuegsamb gesichert oder, wann die <lb facs="APWIIA3_p0539l13" xml:id="bsb00056764_00539_013" n="13"/>Franzosen über den Rheinstromb zurugg verbleiben, den Schweeden zum <lb facs="APWIIA3_p0539l14" xml:id="bsb00056764_00539_014" n="14"/>widerstandt genuegsamb gewaxen. Zum vierten erhalten Euer Mayestät <lb facs="APWIIA3_p0539l15" xml:id="bsb00056764_00539_015" n="15"/>hierdurch die erledigung von der eviction gegen Churbayren, befreyen sich <lb facs="APWIIA3_p0539l16" xml:id="bsb00056764_00539_016" n="16"/>auch gegen Churbrandenburg der recompensation. Zum fünfftcn stehet zu <lb facs="APWIIA3_p0539l17" xml:id="bsb00056764_00539_017" n="17"/>hoffen, das man auch mit denn protestierenden in puncto gravaminum <lb facs="APWIIA3_p0539l18" xml:id="bsb00056764_00539_018" n="18"/>desto leichter zum standt kommen werde. Zum sechsten, so werden eben <lb facs="APWIIA3_p0539l19" xml:id="bsb00056764_00539_019" n="19"/>aus diser concession die Hollender selbst desto mehr ursach haben, ire <w lemma="befridigung"><orig>befri-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0539l20" xml:id="bsb00056764_00539_020" n="20"/><orig>digung</orig></w> mit Spania fortzusezen, weil sie durch lengern krieg nichts anders, <lb facs="APWIIA3_p0539l21" xml:id="bsb00056764_00539_021" n="21"/>als der cron Franckreich grössere macht, so wie mehr und mehr auch inen <lb facs="APWIIA3_p0539l22" xml:id="bsb00056764_00539_022" n="22"/>nachdenckhlich fallen wirdt, erheben thuend.</p>
	  <p><lb facs="APWIIA3_p0539l23" xml:id="bsb00056764_00539_023" n="23"/>Und obwol aus disen und mehr andern bedenckhen ich, graf von <w lemma="Trautmanßdorf"><orig>Traut-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0539l24" xml:id="bsb00056764_00539_024" n="24"/><orig>manßdorf</orig></w>, in crafft Euer Kayserlichen Mayestät mir zuegestelter <w lemma="aigenhendiger"><orig>aigen-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0539l25" xml:id="bsb00056764_00539_025" n="25"/><orig>hendiger</orig></w> instruction<note type="edd" subtype="commAnnot" place="foot" facs="APWIIA3_p0539n2" xml:id="bsb00056764_00539_dok0260_n02"><p style="font-style:italic;"> <lb facs="APWIIA3_p0539l39" xml:id="bsb00056764_00539_039" n="39"/><hi style="font-style:normal;">APW</hi> I, 1 nr. 29, hier bes. S. 448.</p></note> wol etwas weiters zu gehen bemächtigt sein möcht; <lb facs="APWIIA3_p0539l26" xml:id="bsb00056764_00539_026" n="26"/>dieweil aber iedoch sie mich in allen iren letsteren briefen uf dero gnädigste <lb facs="APWIIA3_p0539l27" xml:id="bsb00056764_00539_027" n="27"/>resolutiones vom 〈13. und 14.〉 Martii<note type="edd" subtype="commAnnot" place="foot" facs="APWIIA3_p0539n3" xml:id="bsb00056764_00539_dok0260_n03"><p style="font-style:italic;"> <lb facs="APWIIA3_p0539l40" xml:id="bsb00056764_00539_040" n="40"/>Zum Konzept der Resolution vom 13. März vgl. nr. 204 (die Ausfertigung datiert in der <lb facs="APWIIA3_p0539l41" xml:id="bsb00056764_00539_041" n="41"/>Regel ein Tag nach dem Konzept). Die Resolution vom 14. konnte nicht ermittelt <lb facs="APWIIA3_p0539l42" xml:id="bsb00056764_00539_042" n="42"/>werden. Vgl. S. XXXVIII. Beide Daten sind verbesserte Verschreibungen und daher <lb facs="APWIIA3_p0539l43" xml:id="bsb00056764_00539_043" n="43"/>nicht mit letzter Sicherheit zu entziffern.</p></note> weisen thuendt und dann in irer <lb facs="APWIIA3_p0539l28" xml:id="bsb00056764_00539_028" n="28"/>gefasten, auch irer churfürstlichen durchlaucht communicierten resolution <lb facs="APWIIA3_p0539l29" xml:id="bsb00056764_00539_029" n="29"/>ieweils expresse bevolchen wirdt, zu allen fählen die vöstung Preysach, die <lb facs="APWIIA3_p0539l30" xml:id="bsb00056764_00539_030" n="30"/>4 Waldtstätt sambt allem, so disseit Rheins gelegen, außzunemmen, auch <lb facs="APWIIA3_p0539l31" xml:id="bsb00056764_00539_031" n="31"/>aus dess herrn churfürsten an Euer Mayestät abgangnem aigenhendigen <w lemma="antworttschreiben"><orig>ant-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0539l32" xml:id="bsb00056764_00539_032" n="32"/><orig>worttschreiben</orig></w> nit zu ersechen, das seine durchlaucht dise exception im <w lemma="geringsten"><orig>ge-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0539l33" xml:id="bsb00056764_00539_033" n="33"/><orig>ringsten</orig></w> widersprochen hette; so stehen wir nit unbillich ahn, was hierinnen <lb facs="APWIIA3_p0539l34" xml:id="bsb00056764_00539_034" n="34"/>zu thuen. Wir seint zwar im werkh, hierunter nit allein denn Spanischen <lb facs="APWIIA3_p0539l35" xml:id="bsb00056764_00539_035" n="35"/>plenipotentiariis alle difficulteten zu eröffnen, sondern auch der <w lemma="mediatoren"><orig>mediato-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0539l36" xml:id="bsb00056764_00539_036" n="36"/><orig>ren</orig></w> mainung im vertrauen zu erforschen, ob sie thuenlich und vorstendig <lb facs="APWIIA3_p0539l37" xml:id="bsb00056764_00539_037" n="37"/>erachten wurden, mit anerbieten dess letstern gradus, das ist dess Obern <lb facs="APWIIA3_p0539l38" xml:id="bsb00056764_00539_038" n="38"/>und Undtern Elsäss, also gleich und ehe dan die Franzosen ire weitere <w lemma="resolution"><orig>reso-</orig><pb n="492" facs="APWIIA3_p0540" sameAs="#bsb00056764_00540"/><lb facs="APWIIA3_p0540l1" xml:id="bsb00056764_00540_001" n="1"/><orig>lution</orig></w> von Pariß erlangen thuend, heraußzugehen. Und wann sie es für <lb facs="APWIIA3_p0540l2" xml:id="bsb00056764_00540_002" n="2"/>nöttig halten theten, uns darnach zu richten. Was aber Preysach und <lb facs="APWIIA3_p0540l3" xml:id="bsb00056764_00540_003" n="3"/>Neüenburg anlangt, uns wegen ermanglenden bevelchs allein dahin zu <w lemma="beziechen"><orig>be-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0540l4" xml:id="bsb00056764_00540_004" n="4"/><orig>ziechen</orig></w>, das wir es mit denen hierzue dienlichen umbständten an Euer <lb facs="APWIIA3_p0540l5" xml:id="bsb00056764_00540_005" n="5"/>Mayestät gelangen lassen, ungezweifleter hoffnung, sie eintweder deren <lb facs="APWIIA3_p0540l6" xml:id="bsb00056764_00540_006" n="6"/>allergnädigsten consens darüber ertheilen oder doch sonst wessen wir uns zu <lb facs="APWIIA3_p0540l7" xml:id="bsb00056764_00540_007" n="7"/>verhalten haben solten, uns feren bevelch zuekommen lassen werden; <w lemma="welches"><orig>wel-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0540l8" xml:id="bsb00056764_00540_008" n="8"/><orig>ches</orig></w> die Franzosen darumben nit ungleich ufzunemmen, weil sie doch <lb facs="APWIIA3_p0540l9" xml:id="bsb00056764_00540_009" n="9"/>selbst umb consens ihrer erclärung an königlichen hof schreiben müesten.</p>
	  <p><lb facs="APWIIA3_p0540l10" xml:id="bsb00056764_00540_010" n="10"/>Im fahl aber es ie dahin kommen müest und Euer Kayserliche Mayestät <lb facs="APWIIA3_p0540l11" xml:id="bsb00056764_00540_011" n="11"/>darein bewilligen würden, so heten wir doch gehorsamist darfür gehalten, <lb facs="APWIIA3_p0540l12" xml:id="bsb00056764_00540_012" n="12"/>es solte dargegen capituliert werden, das die cron Franckreich und <w lemma="Schweeden"><orig>Schwee-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0540l13" xml:id="bsb00056764_00540_013" n="13"/><orig>den</orig></w> verschaffen solten, das die veste Hochentwiel Euer Mayestät hauß <lb facs="APWIIA3_p0540l14" xml:id="bsb00056764_00540_014" n="14"/>Inspruggische lini neben anderen vorgestelten conditionibus eingeantwortet <lb facs="APWIIA3_p0540l15" xml:id="bsb00056764_00540_015" n="15"/>oder wann ie solches nit zu erhalten, demoliert werden solle. Wür piten <lb facs="APWIIA3_p0540l16" xml:id="bsb00056764_00540_016" n="16"/>demnach gehorsamist, Euer Kayserliche Mayestät wollen uns ohne einige <lb facs="APWIIA3_p0540l17" xml:id="bsb00056764_00540_017" n="17"/>zeitverliehrung allergenedigisten bevelch zuekommen lassen, wessen wir uns <lb facs="APWIIA3_p0540l18" xml:id="bsb00056764_00540_018" n="18"/>hierinnen zu verhalten haben sollen.</p>
	  <p><lb facs="APWIIA3_p0540l19" xml:id="bsb00056764_00540_019" n="19"/>Mit der statt Newenburg wurde es sonst nit vil zu bedeüten haben, <w lemma="seitemaln"><orig>seite-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0540l20" xml:id="bsb00056764_00540_020" n="20"/><orig>maln</orig></w> diser plaz wider keinen, auch geringen gewaldt, zu defendieren, noch <lb facs="APWIIA3_p0540l21" xml:id="bsb00056764_00540_021" n="21"/>auch bevestigt werden kan. Und wan es über kurz oder lang zu einigem <lb facs="APWIIA3_p0540l22" xml:id="bsb00056764_00540_022" n="22"/>bruch mit der cron Franckreich kommen solt, vil underschidliche posten <lb facs="APWIIA3_p0540l23" xml:id="bsb00056764_00540_023" n="23"/>zwischen Basel und Breysach ufm Rhein gefast und die correspondenz mit <lb facs="APWIIA3_p0540l24" xml:id="bsb00056764_00540_024" n="24"/>weniger mühe abgeschnitten werden könte. So hat man auch daselbst einige <lb facs="APWIIA3_p0540l25" xml:id="bsb00056764_00540_025" n="25"/>camergfäll nit zu erheben und ist die burgerschafft so arm, das man auch <lb facs="APWIIA3_p0540l26" xml:id="bsb00056764_00540_026" n="26"/>zu fridlichen zeiten deroselben die landtstewren wegen erleidender <w lemma="wassersgefahr"><orig>wassers-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0540l27" xml:id="bsb00056764_00540_027" n="27"/><orig>gefahr</orig></w> vom Rheinfluss zum öfftern nachlassen müessen.</p>
	  <p><lb facs="APWIIA3_p0540l28" xml:id="bsb00056764_00540_028" n="28"/>Solten wir nun uf der Franzosen durch die Churbayrische uns angebrachte <lb facs="APWIIA3_p0540l29" xml:id="bsb00056764_00540_029" n="29"/>erklärung mit rath der mediatoren weiters uns heraußzulassen rathsamb <w lemma="befinden"><orig>be-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0540l30" xml:id="bsb00056764_00540_030" n="30"/><orig>finden</orig></w>, so wollen wir verhoffentlich beinebens die sachen dahin richten, das <lb facs="APWIIA3_p0540l31" xml:id="bsb00056764_00540_031" n="31"/>die einstellung fernerer hostiliteten erfolgen thue.</p>
	</div>