<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:session="http://apache.org/cocoon/session/1.0" type="text" corresp="#bsb00056764_00526">
	  <p> <pb n="478" facs="APWIIA3_p0526" sameAs="#bsb00056764_00526"/><lb facs="APWIIA3_p0526l1" xml:id="bsb00056764_00526_001" n="1"/><hi style="font-style:italic;">Hinweis auf die Beilagen A und B.</hi> Ihrer churfürstlichen durchlaucht <w lemma="gesanden"><orig>ge-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0526l2" xml:id="bsb00056764_00526_002" n="2"/><orig>sanden</orig></w> weiters ahnbringen bey mir, warauff sie sich in ihrem schreiben <w lemma="beziehen"><orig>be-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0526l3" xml:id="bsb00056764_00526_003" n="3"/><orig>ziehen</orig></w>, ist dieses gewesen, daß sie in bevelch hetten, noch acht tag <w lemma="zuzuwarthen"><orig>zuzuwar-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0526l4" xml:id="bsb00056764_00526_004" n="4"/><orig>then</orig></w>, und wan underdessen Ewer Kayserlichen Mayestät allergnedigsten <lb facs="APWIIA3_p0526l5" xml:id="bsb00056764_00526_005" n="5"/>resolution der punctus satisfactionis fur die cron Franckreich denen <w lemma="gesetzten"><orig>gesetz-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0526l6" xml:id="bsb00056764_00526_006" n="6"/><orig>ten</orig></w> gradibus nach mit Elsaß nicht richtig, daß alßdan ihre churfürstliche <lb facs="APWIIA3_p0526l7" xml:id="bsb00056764_00526_007" n="7"/>durchlaucht sich so guet sie können, salviren und accommodiren wolten. <lb facs="APWIIA3_p0526l8" xml:id="bsb00056764_00526_008" n="8"/>Ich hab ihnen hinwiederumb remonstrirt, daß, wie wir albereit denen <w lemma="Französischen"><orig>Fran-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0526l9" xml:id="bsb00056764_00526_009" n="9"/><orig>zösischen</orig></w> plenipotentiariis durch die mediatores etwaß und zwar <w lemma="daßyenige"><orig>daß-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0526l10" xml:id="bsb00056764_00526_010" n="10"/><orig>yenige</orig></w>, was von Ewer Kayserlichen Mayestätt pro primo gradu gesetzt <lb facs="APWIIA3_p0526l11" xml:id="bsb00056764_00526_011" n="11"/>worden, ahnbieten lassen und daruber ihrer, der Frantzosen, erklerung <lb facs="APWIIA3_p0526l12" xml:id="bsb00056764_00526_012" n="12"/>stundtlich erwarteten. Also wolten wier zwar unserstheils, weder zeit noch <lb facs="APWIIA3_p0526l13" xml:id="bsb00056764_00526_013" n="13"/>stundt in befurderung deß friedens verliehren, sy, die Churbayerischen, <lb facs="APWIIA3_p0526l14" xml:id="bsb00056764_00526_014" n="14"/>aber hetten selbst leicht zu ermessen, daß es unmöglich seye in so kurtzer <lb facs="APWIIA3_p0526l15" xml:id="bsb00056764_00526_015" n="15"/>zeith von landt und leuthen zu tractiren und auff diese weiß sich eines <lb facs="APWIIA3_p0526l16" xml:id="bsb00056764_00526_016" n="16"/>bestendigen Schlusses zu vergleichen; daß sonst ihre churfurstliche <w lemma="durchlaucht"><orig>durch-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0526l17" xml:id="bsb00056764_00526_017" n="17"/><orig>laucht</orig></w> sich mit der cron Franckreich accommodiren wolten, muste ich zwar <lb facs="APWIIA3_p0526l18" xml:id="bsb00056764_00526_018" n="18"/>dahingestelt sein lassen, ich könte aber ihnen nicht pergen, und würden sie <lb facs="APWIIA3_p0526l19" xml:id="bsb00056764_00526_019" n="19"/>ungezwiffelt auch anderwerths darvon nachricht erlangt haben, waß uber <lb facs="APWIIA3_p0526l20" xml:id="bsb00056764_00526_020" n="20"/>die hiebevor, und zwar noch under wehrenden ietzigen tractaten, <w lemma="ausgesprengte"><orig>ausge-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0526l21" xml:id="bsb00056764_00526_021" n="21"/><orig>sprengte</orig></w> particularhandtlung zwischen Franckreich und ihrer <w lemma="churfurstlichen"><orig>churfurst-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0526l22" xml:id="bsb00056764_00526_022" n="22"/><orig>lichen</orig></w> durchlaucht der Ochsenstern gegen den d’Avaux gemeldet, daß <lb facs="APWIIA3_p0526l23" xml:id="bsb00056764_00526_023" n="23"/>nemblich die cron Schweden nicht zugeben könte noch wölte, daß der cron <lb facs="APWIIA3_p0526l24" xml:id="bsb00056764_00526_024" n="24"/>Franckreich und dem churfursten in Bayeren das arbitrium pacis et belli im <lb facs="APWIIA3_p0526l25" xml:id="bsb00056764_00526_025" n="25"/>Reich zustehen oder gelassen werden solte, mit diesem austrucklichen <w lemma="bedeuthen"><orig>bedeu-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0526l26" xml:id="bsb00056764_00526_026" n="26"/><orig>then</orig></w>, wan Bayeren sich mit Franckreich accommodiren wurde, daß sie und <lb facs="APWIIA3_p0526l27" xml:id="bsb00056764_00526_027" n="27"/>die protestirende sich alßdan mit Ewer Kayserlichen Mayestätt vergleichen, <lb facs="APWIIA3_p0526l28" xml:id="bsb00056764_00526_028" n="28"/>auff deroselben seithen tretten und sehen wolten, auff welcher seithen die <lb facs="APWIIA3_p0526l29" xml:id="bsb00056764_00526_029" n="29"/>waag vorschlagen würde. Im ubrigen hetten sie sich zu versicheren, daß ich <lb facs="APWIIA3_p0526l30" xml:id="bsb00056764_00526_030" n="30"/>ahn mir nichts erwinden lassen wurde, waß zu ehist furderlichster <w lemma="wiederbringung"><orig>wieder-</orig> <lb facs="APWIIA3_p0526l31" xml:id="bsb00056764_00526_031" n="31"/><orig>bringung</orig></w> deß lieben friedens immer vorträg- und ersprießlich sein könde.</p>
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