<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:session="http://apache.org/cocoon/session/1.0" type="text" corresp="#bsb00056721_00236">
	    <p style="font-style:italic;"><lb facs="APWIIC2_p0236l32" xml:id="bsb00056721_00236_032" n="32"/>In Münster sei nichts Besonderes vorgefallen. Die Mediatoren und andere wunderten <lb facs="APWIIC2_p0236l33" xml:id="bsb00056721_00236_033" n="33"/>sich über das lange Stillschweigen der Kaiserlichen. Es werde das Gerücht ausgestreut, <lb facs="APWIIC2_p0236l34" xml:id="bsb00056721_00236_034" n="34"/>daß diese auf eine Resolution aus Schweden warteten und hofften, mit Oxenstierna <lb facs="APWIIC2_p0236l35" xml:id="bsb00056721_00236_035" n="35"/>und Salvius zum Abschluß gelangen zu können. Deswegen verhielten sie sich auch <lb facs="APWIIC2_p0236l36" xml:id="bsb00056721_00236_036" n="36"/>hart in bezug auf die französischen Satisfaktionen. Jedoch blieben auch die Franzosen <lb facs="APWIIC2_p0236l37" xml:id="bsb00056721_00236_037" n="37"/>hartnäckig bei ihren Forderungen. Trauttmansdorff versuche, die Holländer gegen <lb facs="APWIIC2_p0236l38" xml:id="bsb00056721_00236_038" n="38"/>Schweden einzunehmen, doch meinten diese, daß ihr geringer Handel in Pommern<pb n="197" facs="APWIIC2_p0237" sameAs="#bsb00056721_00237"/><lb facs="APWIIC2_p0237l1" xml:id="bsb00056721_00237_001" n="1"/>eine solche Feindschaft nicht rechtfertige. Longueville rate aber, sich mit den <w lemma="Holländern"><orig>Hollän-</orig> <lb facs="APWIIC2_p0237l2" xml:id="bsb00056721_00237_002" n="2"/><orig>dern</orig></w> freundlich zu stellen.</p>
	    <p style="font-style:italic;"><lb facs="APWIIC2_p0237l3" xml:id="bsb00056721_00237_003" n="3"/>Wegen der Gravamina sei kein Fortschritt zu verzeichnen. Die Franzosen <w lemma="behaupteten"><orig>behaup-</orig> <lb facs="APWIIC2_p0237l4" xml:id="bsb00056721_00237_004" n="4"/><orig>teten</orig></w>, ihre Bemühungen in dieser Hinsicht fortsetzen zu wollen. D’Avaugour werde <lb facs="APWIIC2_p0237l5" xml:id="bsb00056721_00237_005" n="5"/>über ein Schreiben Rákóczys berichten. Contarini habe einen Paß für Bartolomeo <lb facs="APWIIC2_p0237l6" xml:id="bsb00056721_00237_006" n="6"/>Conte di Salò<note type="edd" subtype="commAnnot" place="foot" facs="APWIIC2_p0237n1" xml:id="bsb00056721_00237_dok0071_n01"><p style="font-style:italic;"> <lb facs="APWIIC2_p0237l36" xml:id="bsb00056721_00237_036" n="36"/>Bartolomeo Conte, der in Salò am Gardasee geboren war. Eine Grafschaft <hi style="font-style:normal;">Salò</hi> gab es nicht <lb facs="APWIIC2_p0237l37" xml:id="bsb00056721_00237_037" n="37"/>(frdl. Auskunft des Archivio di Stato di Venezia).</p></note> gebeten, der nach Wien reisen wolle.</p>
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